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Aus Gästen werden Freunde
Katja Verhees (vorne, jeweils von links), Mien und Adrian Verhees mit 'Murgtäler'-Wirtin Renate Holm sowie dahinter stehen Ortsvorsteher Roland Gerstner, Bürgermeisterin Katrin Buhrke und Wirt Michael Holm.  Foto: Vogt
07.07.2017 - 00:00 Uhr
Von Katharina Vogt

Forbach - Seit 70 Jahren bereits fährt Adrian Verhees nach Langenbrand in den "Murgtäler Hof". Zunächst kam er mit seinem Vater und den Brüdern, denn die Niederländer aus Leende kauften im Nordschwarzwald Holz für ihre Fabrik ein. "Anfangs haben wir die Bäume sogar noch selbst gefällt", erzählt der rüstige 86-Jährige im Gespräch mit Bürgermeisterin Katrin Buhrke und Ortsvorsteher Roland Gerstner, die sich bei den beiden Gästen mit einem Geschenk für die jahrzehntelange Treue dankten. Seit 60 Jahren ist auch seine Ehefrau Mien bei den Fahrten ins Murgtal dabei.

Bis zu viermal im Jahr sind sie die die fast 500 Kilometer für ein paar Tage Urlaub bei Wirtin Renate Holm gefahren, die längst eine gute Freundin geworden ist. "Obwohl ich selbst erst fünf Jahre alt war, als Adrian das erste Mal im ,Murgtäler' war", erzählt sie. "Am Anfang hatten wir richtig Angst, wir hatten schließlich noch nie solche Berge gesehen", erinnerte sich Adrian Verhees an seinen ersten Aufenthalt im Schwarzwald.

War der "Murgtäler Hof" anfangs für die Holzhändler nur eine gute Unterkunft, entwickelte sich bald eine freundschaftliche Verbindung zu den Gastwirten. So kam es, dass die Holzfabrikanten aus Leende bald auch zum Ausspannen ins Murgtal kamen und mit ihnen Frauen und Kinder.

"Bis zu vier Generationen waren hier im Urlaub", erinnert sich auch Nichte Katja Verhees, "wir haben daheim noch Filme davon." Sie hat Adrian und Mien Verhees zum Sommerurlaub 2017 nach Langenbrand gefahren. Diesen gefallen besonders die Natur und die gute Luft, "und bei Renate ist sowieso alles das Beste", befindet Mien. Ihr Mann ergänzt mit einem Lachen: "Und der Wein ist gut!"

Bis vor zwei Jahren sind die beiden treuen Gäste noch selbst mit dem Auto ins Murgtal gefahren, das geht wegen eines Augenleidens von Adrian Verhees nicht mehr. Das Autofahren war eine große Leidenschaft des Niederländers.

Allerdings - die Berge und der Winter im Nordschwarzwald haben ihm seine fahrerischen Grenzen aufgezeigt, wie er sich erinnert: "Wir waren auf der Roten Lache, dann hat es geschneit und wir mussten abgeschleppt werden. Mir hat das ein Langenbrander so erklärt: Holländer, Schnee und Mercedes - das geht nicht gut!"

Natürlich haben sie mit den Jahren auch viele Langenbrander kennengelernt. Ortsvorsteher Roland Gerstner erinnert sich daran, dass die Blasmusik eine Leidenschaft des Holzhändlers war. So kam er selbst als damals noch junger Musikant zu einer Einladung nach Holland.

Mehr als 200 Aufenthalte

Auch Familie Holm war schon mehrfach zu einem Gegenbesuch im niederländischen Leende zu Gast. Aber öfters waren die Verhees in Langenbrand: "Das müssen bestimmt 200 Aufenthalte gewesen sein", schätzt Renate Holm. Sie freut sich, dass Adrian und Mien Verhees den "Murgtäler Hof" als zweite Heimat bezeichnen. "Wir haben immer das gleiche Zimmer gehabt", betont Mien Verhees. "Es gab nie ein böses Wort zwischen uns, nicht wahr, Renate?" Und Renate Holm nickt gerührt - "das ist etwas ganz Besonderes."

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