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Millionen gegen mögliche Fluten
12.07.2017 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Wenn es um Wahrscheinlichkeiten geht, gibt es keine absolute Sicherheit. Insofern sind die Berechnungen zur Hochwassersicherheit stets entweder Wunschdenken oder Horrorszenario. Eines aber ist sicher: Wenn die Stadt alles umsetzt, was in der Hochwasserschutzkonzeption als notwendig erachtet wird, dann wird es sehr, sehr teuer werden.

Denn es ist nicht nur die Murg, die als Gewässer erster Ordnung die Stadt durchfließt. Zwölf Bäche münden in sie - und in diese wiederum entwässern elf kleinere Nebenbäche. Die Ergebnisse der jüngsten Flussgebietsuntersuchung präsentierte das Büro Wald und Corbe dem Gemeinderat.

Wie groß ist die Gefahr eines Hochwassers? Dies lässt sich statistisch berechnen - sprich abschätzen - und man kann daraus ableiten, wo und wie der Hochwasserschutz verbessert werden muss.

Die Überlegungen seien mit dem Regierungspräsidium abgestimmt, sagte Bürgermeister Michael Pfeiffer. Rechnerisch rentieren sich die Maßnahmen - weil sie eben Überschwemmungen verhindern, die weit größeren Schaden anrichten würden. Zwischen 1,5 und 2,2 liegt das Nutzen-Kosten-Verhältnis. Dies ist, so die Stadt, wesentliche Voraussetzung für eine bis zu 70-prozentige Förderung durch das Land.

Es sind längst nicht nur Bahnbach und der Selbach in Ottenau, die als kritisch gelten. In nahezu jedem Stadtteil gibt es einen oder mehrere Bäche, an denen kostspielige Bauten errichtet werden sollen.

Ottenau:

Bahnbach: 627000 Euro.

Selbach: 1,85 Mio. für Bereich zwischen Freibad und Murg.

Sulzbach: 970000 Euro, unter anderem 520000 Euro für eine neue Brücke.

Wiebelsbach: 440000 bis 1,14 Mio, davon mehrere hunderttausend für einen Bypass.

Bad Rotenfels:

Bruchgraben: 127000 Euro.

Gommersbach: 78000 Euro.

Stahlbach: Mögliche Gesamtkosten bis zu 5,74 Mio. Euro, davon 3,1 Mio für ein neues Rückhaltebecken.

Kernstadt:

Grempelbach: eine Mio. vor allem für Austausch der Verdolung im Bereich Eckenerstraße.

Michelbach: Zwischen sieben Mio. mit Neubau der Brücke an der Goethestraße und 7,6 Mio. inklusive Rückhaltebecken im Wiesental.

Dürrenbach und Ehrlich-Graben: 213000 Euro.

Traischbach: Eine Million im Bereich Waldseebad

Hörden:

Haselbach: Entweder 2,4 Mio. vor allem für Austausch der Verdolung (Variante 1) oder 1,3 Millionen für Bau eines Rückhaltebeckens oberhalb der Rusellstraße.

Laufbach: 2,9 Mio. für Bau eines Rückhaltebeckens.

Dorf Michelbach:

Michelbach: Je nach Variante 5,34 Mio. oder 470000 Euro.

Eckbach: Je nach Variante 508000 bis 642000 Euro.

Dorf Selbach:

Selbach: 5,3 Mio. für Sanierung Rückhaltebecken Börbach, Ausbau Edersbach, Hintersbach und Selbach.

Dorf Sulzbach:

Sulzbach und Querbach: knapp 3,4 Mio., unter anderem 1,6 Mio für Sanierung der Verdolung beim Festplatz.

Oberweier:

Bachgraben: Gesamtkosten von bis zu 374000 Euro.

Am Donnerstag, 14. September, 18 Uhr, werden die Ergebnisse in der Jahnhalle präsentiert.

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