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Sommerlaune, Musik und leckere Häppchen
Mehrere hundert Besucher machen es sich auf dem Rasen vor dem Schloss bequem.Hegmann
18.07.2017 - 00:00 Uhr
Von Wolfgang Tzschaschel

Gaggenau - Nach erfolgreicher Premiere im vorigen Jahr richtete das Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Schule für Musik und darstellende Kunst Gaggenau sowie der Akademie Schloss Rotenfels am Sonntag wieder ein "Klassik-Picknick" aus. Das vielfältige musikalische Angebot, bei dem der Begriff "Klassik" nicht ausschließend gemeint war, nahmen einige Hundert Musikinteressierte wahr. Sie wurden nicht enttäuscht.

"Ihr müsst gut aufeinander hören! Und achtet bitte auf das Ritardando, das ich am Schluss dirigiere." Oliver Grote gibt dem Orchester der Musikschule die letzten Hinweise für das eine Stunde später beginnende Konzert. Bei dieser Anspielprobe geht es jedoch hauptsächlich um die Akustik am Ort des luftigen Geschehens. Die eigentliche Probenarbeit hat in den Wochen zuvor stattgefunden.

Gespannte Erwartung in der "Künstlergarderobe" im Rotenfelser Schloss. Die Geigen werden nochmals gestimmt, Flötenlehrer Jochen Baier muss auf die Schnelle noch eine Querflöte reparieren. Echtes Lampenfieber ist bei den überwiegend jugendlichen Mitwirkenden eher die Ausnahme. "In so einem großen Ensemble ist man ja nicht so exponiert wie beim Soloauftritt", meint eine erfahrene Saxophonistin.

Als die Orchestermusiker ihre "Bühne", also den Platz unmittelbar vor dem Schloss betreten, herrschen ideale Wetterbedingungen: gemäßigte Wärme und, zunächst jedenfalls, kein Wind, der sich an den Notenblättern vergreifen könnte. Mit spürbarer Musizierfreude wird denn auch zur Eröffnung der festlich-barocke King William's March intoniert.

Dass die barocken, klassischen, romantischen, jazzigen und popmusikalischen Klänge ausgewogen alle Winkel des weiten Terrains erreichten, war auch das Verdienst des über die Verstärkeranlage gebietenden Tonmeisters. Er vollbrachte das Kunststück, dass das über 20-köpfige Orchester ebenso gut auf der Wiese und unter den Bäumen zu hören war wie etwa die solistisch auftretende junge Pianistin Emily Huber.

Das Programm an diesem Sonntag reichte von Bach und Mozart über Rimski-Korsakow bis zu Paul McCartney und Ed Sheeran. Dabei wurden auch die Besonderheiten des Ortes bedacht, etwa als das Blechbläserensemble eine Sonate von Loeillet und später drei tschechische Volkslieder von der Säulenempore herab erklingen ließ.

Der Chef behält die Ruhe

Oder als Saxophonist Gerold Stefan und Pianistin Daniela Filipova mit dem Piazzolino von Raymond Alessandrini einen Groove erzeugten, der die heitere Gartenfest-Stimmung perfekt aufgriff.

Einen gab es, der durch Mehrfach-Beanspruchung Anlass zu Hektik und Anspannung gehabt hätte, sich jedoch offenbar nicht aus der Ruhe bringen ließ: Oliver Grote, in Personalunion Leiter der Musikschule, Moderator des Gesamtgeschehens, Dirigent des Orchesters und dazu noch Euphonium-Spieler im Blechbläserensemble. Er informierte, organisierte, leitete und unterhielt auf wahrhaft bewundernswerte Weise.

Einige Lehrkräfte traten mit ihren Schülergruppen auf: Genannt seien Gudrun Rademacher mit dem Blockflötenensemble oder Jochen Baier, der immerhin zehn Querflötistinnen um sich scharen konnte. Matthias Barth schließlich präsentierte seinen Jugendchor. Wegen mehrerer Ausfälle beschränkte sich die männliche Jugend dabei auf einen einzigen Sänger, Julien Hartmann, der unerschrocken die Männerstimmen vertrat.

Beim Chor erklatschte sich das insgesamt hochzufriedene Publikum sogar eine kleine Zugabe.

Nun bleibt zu hoffen, dass alle Beteiligten sich darauf verständigen, das Klassik-Picknick zu einer jährlich wiederkehrenden Veranstaltung werden zu lassen.

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