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Landrat Jürgen Bäuerle und Katrin Höninger, Abteilungsdirektorin beim Regierungspräsidium Karlsruhe, verabschieden HLA-Rektor Stephan Blum (rechts). Foto: Juch
18.07.2017 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Gernsbach/Rastatt - In der Handelslehranstalt (HLA) Gernsbach geht eine Ära zu Ende: Nach 14 Jahren als Rektor wurde Oberstudienrat Stephan Blum gestern im Kreistagssaal des Landratsamts Rastatt offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Die Rednerliste war lang, die Veranstaltung kurzweilig: Die durchweg lobenden Worte wurden teils witzig und mit vielen Anekdoten versehen vorgetragen, die Schulband der HLA sorgte mit musikalischen Beiträgen für zusätzliche Unterhaltung.

Katrin Höninger, Abteilungsdirektorin beim Regierungspräsidium Karlsruhe, skizzierte zunächst den Werdegang des Pädagogen, der einer wahren Odyssee durch das Bildungswesen gleichkomme. Nach dem Studium an den Universitäten in Mainz und Tübingen sowie dem Referendariat an der HLA in Bühl folgten unter anderem verschiedene Positionen und Stationen in Schleswig-Holstein und Heidelberg, ehe Blum 2003 schließlich Schulleiter in Gernsbach wurde. In den 14 Jahren habe er die Bildungseinrichtung geprägt und wichtige Weichenstellungen vorgenommen, betonte Höninger und verwies insbesondere auf die Einführung der Übungsfirmen und der Wirtschaftsoberschule.

Das bestätigte Landrat Jürgen Bäuerle: "In der Ära Blum wurde das Angebot der HLA um einige Highlights bereichert. Denken wir nur an die Kooperation mit der Steinbeis-Akademie und daran, dass die HLA durch Alleinstellungsmerkmale in Wirtschaftsinformatik und Kommunaler Versorgungswirtschaft die Ausbildung und Weiterbildung in der Region sichert. Ganz aktuell steht eine interessante Kooperation mit der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl an." Den Menschen Stephan Blum bezeichnete der Landkreischef als "Gentleman, der auf gutes Benehmen Wert legt. Ein politisch Interessierter, der gerne mitgestaltet. Ein gewiefter Kaufmann, der sich in Geldanlagen und Firmenmanagement gut auskennt, ein Kunst- und Kulturliebhaber, ein Kosmopolit mit Beziehungen, ein Jugendarbeiter, der junge Menschen fordert und fördert und ein geschickter Pädagoge, der Wert darauf legt, dass seine Schüler fürs Leben lernen und den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sind." Bürgermeister-Stellvertreter Friedebert Keck freute sich vor allem darüber, dass es Blum geschafft habe, den HLA-Standort Gernsbach auszubauen. Sein Ehrgeiz und seine Hartnäckigkeit hätten viel Positives bewirkt für die Bildungslandschaft der Papiermacherstadt und des ganzen Murgtals.

Als Geschäftsführender Schulleiter der beruflichen Schulen im Landkreis Rastatt verwies Bernhard Marzluf auf das Credo der HLA Gernsbach "Kein Abschluss ohne Anschluss". Die Möglichkeit, vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur alles erreichen zu können, helfe mit, viele junge Menschen in der Region zu halten. Dazu trage auch die fruchtbare Kooperation mit der Steinbeis-Akademie bei, wie deren Direktor Peter Dohm bestätigte. Für die Direktorenvereinigung Nordbaden lobte Oberstudienrat Peter Bischof die mitunter "unkonventionelle Arbeit" seines Kollegen Blum und verwies unter anderem auf einen Kinospot, mit dem die HLA in Gernsbach für sich wirbt.

Als Vertreterin der Elternschaft würdigte Monika Schweikart den scheidenden Rektor als jemanden, der den Blick über den Tellerrand hinaus hat. Genau dieser werde an der HLA in Gernsbach gelebt - nicht zuletzt durch Studienreisen in die USA, die Teilnahme an Übungsfirmenmessen, Tage der Offenen Tür, Kooperationen mit der Realschule und der Von-Drais-Schule als einzigartiges "Gernsbacher Modell", Unternehmertage und sogar die Herausgabe eines Buchs mit dem Titel "New Generation".

Wer die Nachfolge Blums antritt, ist derzeit noch offen. Zunächst wird sein aktueller Stellvertreter, Studienrat Christian Bruder, das Ruder kommissarisch übernehmen.

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