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Papageien-Kenner spendet Ottenauern dickes Lob
Besonders mutige Kinder können sich die großen Kakadus auf ihre Schulter setzen oder die Vögel streicheln.  Foto: Hegmann
16.10.2017 - 00:00 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gaggenau - Auch wenn es diesmal laut dem 1. Vorsitzenden des Vogelschutz- und Zuchtvereins Ottenau, Anton Horcher, nur eine "ganz normale Vogelausstellung" war, garantierte der Besuch wieder ein Erlebnis. Horcher meinte vermutlich eher, dass kein Jubiläum oder eine Zuchtneuheit zu feiern war - dennoch ist für die Gäste jede Ausstellung des Vereins etwas Besonderes. Unter den 400 ausgestellten Vögeln zogen die großen Aras und Papageien wie gewohnt die Schaulustigen an.

Das bestätigte auch der private Besuch des Direktors des Karlsruher Zoos und ehemaligen Zucht-Direktors des Loro Parque auf Teneriffa, Matthias Reinschmidt. In diesem Vogelpark befindet sich die größte Papageiensammlung und Erhaltungszuchtstation der Welt. Ein Teil davon ist für das Publikum zugänglich, wobei hauptsächlich die Fütterung der Jungtiere eine tägliche Attraktion darstellt. Wenn ein studierter Biologe mit dieser Berufserfahrung sich die Mühe macht, nach Ottenau zu kommen, dann bescheinigt dies zweifellos die Qualität der Veranstaltung. Wie Horcher stolz erzählt, habe Reinschmidt sowohl die ausgestellten Vögel selbst als auch ihre Art der Präsentation gelobt. Der Vereine unterstütze damit den Erhalt dieser Tiere, deren natürliche Lebensräume immer stärker durch Vernichtung bedroht sind.

Die Art, wie die Ottenauer Vogelzüchter ihre Tiere dem Publikum in der Ausstellung vorführen, ist einer der Anreize, warum sie jedes Jahr so viele Besucher, selbst aus der Schweiz oder dem Elsass in die Merkurhalle anzieht. In den 80 Volieren unterschiedlicher Größen wird jeweils ein möglichst artgerechtes Umfeld mit Pflanzen und Bodenbelägen aus dem entsprechenden Biotop der ausgestellten Vögel aufgebaut.

Die Aras und Kakadus bevölkern drei große pagodenartige Volieren in der Hallenmitte. Auffällig ist dabei, dass diese "tropische Insel" rundum mit Pflanzen bestückt ist, die möglichst aus dem Umfeld der Heimat der Vögel stammen. Eine weitere Attraktion am Wochenende war, dass die Züchter der Aras und Kakadus interessierten Besuchern einen persönlichen Kontakt mit einigen ihrer Vögel ermöglichten. Besonders Kinder sind während der Ausstellung immer wieder daran interessiert, die großen Vögel einmal direkt anzufassen und freuen sich darüber. Wenn so ein großes Tier aber auf die Schulter steigen will, erschrecken manche dann doch, wie schwer es ist und dass es ja richtig spitze Krallen hat.

Aber nicht nur die Papageien werden oft bestaunt, auch die vielen anderen bunt gefiederten Lebewesen stoßen auf großes Interesse. Man kann sich als Besucher gar nicht vorstellen, dass solche metallisch-grün und -blau schillernden Vögel wie der Purpurglanzstar in Afrika frei herumfliegen. Dass es auch bei uns einige exotisch anmutende Flieger gibt, zeigten Vereinsmitglieder mit einheimischen Vogelrassen wie dem Stieglitz mit seiner rosagefärbten Brust. Und dass manche Vögel wunderschön singen, war gelegentlich neben dem lauten Gekrächze einiger anderer Exemplare ebenfalls zu vernehmen.

Im Zusammenhang mit einheimischen freilebenden Vögeln betont Horcher, dass die Winterfütterung mit mehreren Vogelhäusern ebenso von Vereinsmitgliedern wahrgenommen wird wie die Anbringung von Nistkästen. Auch die Herstellung von Wintermischfutter war ein Thema bei der Ausstellung.

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