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Name für "Ost-West-Verbindung" gesucht
Wendelinus-, Kelter- oder Robert-Blum-Brücke? Die Weisenbacher Murgbrücke erhält einen Namen.  Foto: Metz
18.10.2017 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Scherzhaft wird sie im Ort die "Ost-West-Verbindung" genannt - die Murgbrücke in Weisenbach. Einen Namen hat sie bislang noch nicht, das wird sich aber ändern. Bei der Gemeinderatssitzung heute Abend soll das Gremium darüber entscheiden. Drei Namen stehen zur Wahl: Wendelinus-Brücke, Kelterbrücke oder Robert-Blum-Brücke.

Auf diese Vorschläge hat sich ein Gremium des Gemeinderats geeinigt. Die Bürger waren zuvor aufgefordert, Vorschläge für den Brückennamen zu machen. 30 Weisenbacher waren dem Aufruf gefolgt, 28 Namen standen auf einer Liste. Wendelinus als Kirchenpatron und die Nähe zur ehemaligen Kelter - da liegen zwei der ausgewählten Vorschläge nahe.

Doch wer war Robert Alban Blum? "Pfarrer in Weisenbach", weiß Hauptamtsleiter Walter Wörner. Diesem sei es zu verdanken gewesen, dass in den Wirren am Ende des Zweiten Weltkriegs die Brücke nicht gesprengt wurde. mehr als 40 Jahre war er in der Murgtalgemeinde tätig und hat dort seine Spuren hinterlassen.

Blum, am 7. Juli 1907 in Bruchsal geboren, kam als Pfarrvikar am 27. August 1941 nach Weisenbach. Am 5. September wurde ihm die Pfarrei verliehen, die Investitur war am 29. September. Unter seiner Ägide wurde 1952 der Kindergarten in der Weinbergstraße gebaut, 1952 bis 1956 die Filialkirche in Au, 1956 das neue Pfarrhaus. 1962 bis 1964 stand die Renovierung der Kirche Sankt Wendelin an. 1979 und 1980 erfolgte die Renovierung des Belzerhauses. Ein Gemeindesaal, ein Jugendraum und drei Wohnungen entstanden.

Die letzte bauliche Tätigkeit von Pfarrer Blum war die Sanierung der Friedhofskapelle im Jahr 1981, "Pfarrer Blum war damals die treibende Kraft", berichtet Wörner.

Zu seinem goldenen Priesterjubiläum 1983 wurde der Geistliche für sein außerkirchliches Wirken mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Nach plötzlicher Erkrankung verstarb er im 77. Lebensjahr am 24. April 1984. Seine letzte Ruhestätte hat er in der Wendelinus-Kapelle auf dem Friedhof gefunden.

Der Gemeinderat beschließt heute in geheimer Wahl, welchen Namen die Brücke künftig tragen soll. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 19 Uhr.

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