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"Erst fragen, dann surfen"
Rund 120 Zuhörer nutzen bei der Info-Veranstaltung im Bürgersaal auch die Gelegenheit, um Internet-Experten um Rat zu fragen. Foto: Mandic
18.10.2017 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Es war, das darf man wohl behaupten, nicht nur für Senioren interessant, was gestern Vormittag im Bürgersaal des Rathauses alles zur Sprache kam. Doch eingeladen hatte unter anderem der Seniorenrat der Stadt Gaggenau, und somit lautete das Thema "Verbraucher 60+: Chancen und Herausforderungen des Internets". Rund 120 Teilnehmer zählten die Veranstalter. Das war "eine starke Resonanz".

Diese Einschätzung kam von Georg Abel; er ist Bundesgeschäftsführer des Vereins Verbraucher-Initiative und damit einer der Akteure der Veranstaltung. Diese wurde unterstützt vom Ministerium für LändlichenRaumundVerbraucherschutz. Referentin Sarah Heitz unterstrich im Pressegespräch die Bedeutung des Internets auch für die Teilhabe am öffentlichen Leben - wies aber auch auf Risiken hin.

Zu den Herausforderungen gehörten unter anderem der Online-Einkauf, die Sicherheit im Netz und der Umgang mit sozialen Netzwerken. Einerseits gebe es eine verbreitete Abwehrhaltung bei Senioren. Deshalb wolle man die älteren Menschen ermutigen, sich mit dem Thema zu befassen. Andererseits registriere man ein großes Interesse an den neuen Medien - deshalb wolle man auf Risiken aufmerksam machen. Nicht zuletzt deshalb sei Gaggenau Teil einer Veranstaltungsreihe des Ministeriums.

Für Christof Florus war es eine "besondere Ehre für Gaggenau", dass diese regionale Verbraucherveranstaltung in der Großen Kreisstadt ausgerichtet wurde, aber, so der OB: Dies sei nicht zuletzt das Verdienst des Seniorenrats, denn schließlich sei dieser "ein Aushängeschild für die Stadt".

Georg Abel griff diese Vorlage gerne auf. Schließlich habe das Team um Gerrit Große eine "starke Bewerbung" als Ausrichter abgegeben. "Andernorts sind selten über 100 Besucher zu verzeichnen", da rage Gaggenau heraus.

Dies liegt sicher an der kontinuierlichen Arbeit des Internetcafés. Diese regelmäßigen Treffs in Ottenau bietet der Seniorenrat schon seit bald neun Jahren an. Rund 550 Beratungen sind es jedes Jahr. Die zwölf Ehrenamtlichen offerieren nahezu einen "Rundum-Service". Auch Internet-Neulinge sind willkommen, versicherte Große.

Dies betonte auch Angelika Bleich. Im Internet-Café wolle man Hemmungen abbauen, was den Umgang mit dem Smartphone anbelange. Das Internet sei Teil des Alltags geworden: "Sie kommen nicht mehr drum herum." Doch gerade beim alltäglichen Umgang lauern Abzockfallen. Darüber müsse man Bescheid wissen - um im Fall der Fälle gelassen, aber entschlossen reagieren zu können.

Scheinbar unwissende Senioren gelten immer noch als lukrative Zielgruppe für Gauner jeglicher Couleur. Georg Abel: "Die Kaffeefahrt hat ausgedient in Baden-Württemberg" - derzeit sind angebliche Gewinne bei spanischen Millionenlotterien sehr verbreitet.

"Zu nichts drängen lassen!", appellierte Abel an den gesunden Menschenverstand. Anstatt sich auf scheinbar lukrative Angebote einzulassen, solle man erstmal um Rat fragen - und dies gerne beim Seniorenrat in Gaggenau.

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