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"Murgtäler" bringt 2017 fast 5 000 Fahrgäste in die Region
Gilt beim Verkehrsministerium Baden-Württemberg als Leuchtturmprojekt: Der Radexpress 'Murgtäler'. Foto: Archiv
20.10.2017 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Murgtal - Warum der Radexpress "Murgtäler" beim Verkehrsministerium Baden-Württemberg als Leuchtturmprojekt gilt, das beantworten die Zahlen der kürzlich zu Ende gegangenen Saison 2017: Mehr als 1600 Fahrräder und 4926 Fahrgäste hat der zwischen dem 30. April und dem 15. Oktober an jedem Sonn- und Feiertag eingesetzte Zug aus dem Großraum Ludwigshafen-Mannheim-Karlsruhe ins Murgtal gebracht. Damit gehört der 3-Löwen-Takt zu den absoluten touristischen Aushängeschildern der Region.


Entsprechend zufrieden waren die Beteiligten bei der Abschlussbesprechung am Mittwoch in Forbach. Dort betonte Markus Kempf, dass der "Murgtäler" die beste Belegung aller acht Radzüge innerhalb Baden-Württembergs hat. Er ist der zuständige Koordinator für das Projekt bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW). In keiner anderen Region, in der ein Radexpress verkehrt, gebe es ein solch großes ehrenamtliches Engagement wie im Murgtal, wo der Arbeitskreis Tourismus-Freizeit (AKTF) Gaggenau als Initiator Pionierarbeit leiste und inzwischen viele Partner an seiner Seite wisse. Dieses Alleinstellungsmerkmal sei laut Kempf mitverantwortlich dafür, dass das Land den Radexpress in dieser Konstellation bereits jetzt bis einschließlich 2019 fortsetzen wird.

In diesem Jahr zum ersten Mal als Sonderhaltestelle dabei war Weisenbach. Bürgermeister Toni Huber, selbst begeisterter Radfahrer, hatte sich dafür eingesetzt. Mit Erfolg: Ab 2018 wird seine Gemeinde nun auch offiziell in den Prospekt mit aufgenommen. Huber kündigte am Mittwoch an, dass es am 19. Juni kommenden Jahres erstmals eine Radtour des Rastatter Kreistags geben werde, die mit dem "Murgtäler" an die ehemalige Landesgrenze und von dort radelnd zurückführen wird. Außerdem beteiligt sich die Gemeinde Weisenbach an der geführten Tour am 18. August 2018 mit einem Halt samt Verköstigung in der örtlichen Heimatstube.

Auch der sogenannte Nationalparkexpress könnte 2018 zum ersten Mal fahren - eventuell im Mai und August. Entsprechende Hoffnungen machten die Nahverkehrsgesellschaft und Baiersbronns Tourismusdirektor Patrick Schreib, die sich demnächst zur Feinabstimmung treffen wollen. Schreib informierte zudem darüber, dass der "Murgtäler" ab 2018 auch von der Touristinfo Freudenstadt beworben werde.

Die nächste Saison des 3-Löwen-Takts beginnt am 1. Mai und endet am 21. Oktober. Der Radexpress fährt wie gehabt an jedem Sonn- und Feiertag sowie begleitend zu drei Aktionstagen. Die von Frank Eisold geführte Tour-de-Murg historisch ist am 9. Juni (Abschluss im Haus Kast) und am 30. Juni (Abschluss Radfahrerkirche) geplant (jeweils von Freudenstadt nach Hörden). Hinzu kommt am 18. August die Kirchentour, die von Heribert Kampschröer geleitet wird. Für die neue Saison wird wieder ein aktueller Prospekt aufgelegt, wie Philipp Ilzhöfer, Tourismusbeauftragter des Landkreises Rastatt, ankündigte. Er sei "erfreut, dass der Radexpress solch eine positive Belegungszahl hat".

Bei der Saisonabschlussbesprechung im kleinen Sitzungssaal des Rathauses Forbach waren neben den Vertretern der DB Regio Südwest (Walter Schaub) und der NVBW (Markus Kempf) sowie Manfred Vogt, Frank Eisold und Heribert Kampschröer vom AKTF Gaggenau alle Murgtal-Kommunen entlang der Tour-de-Murg-Strecke vertreten - bis auf die Stadt Gernsbach. Die touristischen Partner sind jetzt dazu aufgerufen, in den nächsten zwei Wochen aktuelle Textvorschläge an die Deutsche Bahn und die NVBW zu schicken, damit die Werbung für die kommende Saison anlaufen kann.

Manfred Vogt, Sprecher des AKTF, glaubt wieder an eine erfolgreiche Belegung des 3-Löwen-Takts und hofft durch die Zusatzzüge Nationalparkexpress auf eine weitere Aufwertung: "Der Radexpress hat jetzt auch seinen politischen Niederschlag gefunden, und die Belegungszahlen zeigen überdeutlich den Stellenwert im Land."

www.3-loewen-takt.de

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