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Wasser-Risiken künftig minimiert
Wassermeister Uwe Gerstner (hinten) beschert die Vertragsunterzeichnung durch Julian Christ (von links), Karsten Mußler und Olaf Kaspryk einen neuen Arbeitgeber.  Foto: Metz
24.10.2017 - 06:22 Uhr
Von Hartmut Metz

Murgtal/Rastatt - Die Star-Energiewerke schließen in Rastatt ihre "letzte Enklave", stellt Geschäftsführer Olaf Kaspryk zufrieden fest: Ab 1. November kümmert sich der Wasserversorger auch um Förch. Zudem betreut das Unternehmen Gernsbach, Kuppenheim und Selbach. Möglich macht dies die Übernahme der technischen Betriebsführung des Wasserversorgungsverbands Vorderes Murgtal (WVM) für mindestens fünf Jahre.

Die Bürgermeister von Kuppenheim und Gernsbach, Karsten Mußler und Julian Christ, unterzeichneten gestern mit Kaspryk den langfristigen Kontrakt im Wasserwerk in Förch. Die Mitglieder aus Gaggenau und Rastatt hatten in ihrer Verbandsversammlung am 6. Juli ebenfalls schon zugestimmt. Die Star-Energiewerke setzten sich bei der Ausschreibung gegen zwei Konkurrenten durch. "Es besteht auch die Option auf eine Verlängerung", betont Mußler als interimsmäßiger WVM-Chef. Dem neuen Stadtoberhaupt von Gernsbach, das traditionell den Vorsitz im WVM innehält, zeigte er gestern "im Schnelldurchlauf, was hier in den letzten Jahren entstanden ist". Der Kuppenheimer kann auf 3,5 Millionen Euro an Investitionen seit 2010 verweisen. Vor allem die "Enthärtungsanlage hat sich als Glücksfall entpuppt", freut sich Mußler, obwohl diese rund 1,5 Millionen Euro verschlang. Die Ausgabe machte sich jedoch mehr als bezahlt, weil der Wasserversorgungsverband ansonsten mit der Chemikalie "PFC ein Problem bekommen hätte".

"Die Zeiten haben sich geändert. Die Wasserversorgung kann nicht nur auf einer Schulter lasten. Es müssen mehrere sein", legt Mußler jetzt Wert auf noch mehr Versorgungssicherheit. "Wir wollen die Qualität und die Sicherheit der Versorgung verbessern. Wasser ist schließlich das höchste Gut", ergänzt Christ. Sollte in Zukunft Handlungsbedarf bei der Notwasserversorgung herrschen, können nicht nur die Gaggenauer auf der "schönen langen Strecke" von den fünf Brunnen in Förch über den "Kuppenheimer und Gernsbacher Stadtwald" (Kaspryk) als Ersatz in den vier WVM-Orten einspringen.

Die Star-Energiewerke garantieren künftig die Wasserversorgung für rund 70000 statt 47000 Bürger. "Wir sind aber nur für die Betriebsführung zuständig", stellt Kaspryk klar. Für die technischen und kaufmännischen Abläufe beim WVM bleiben Jürgen Zimmerlin und Benedikt Lang, Bauamtsleiter und Kämmerer in Gernsbach, verantwortlich.

Für einen ändert sich jedoch nach 26 Jahren der Arbeitgeber: Uwe Gerstner. "Es wäre fatal, wenn sein Wissen verloren ginge", erläutert Mußler, dass die Übernahme des Wassermeisters "Teil der Vereinbarung" mit den Star-Energiewerken war. Kaspryk beschäftigt den 58-Jährigen gerne weiter. Gerstner bleibe "das Gesicht für die Anlage in Förch".

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