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Geschichte erlebbar machen
26.10.2017 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - "Geschichte erlebbar und begreifbar machen", das ist nach den Worten von Elke Henschel, Leiterin der städtischen Abteilung Umwelt, ein Ziel der Aktivitäten in Sachen Tourismusachse zwischen Unimog-Museum und Waldseebad. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Bad Rotenfelser Kurpark, der mit verschiedenen Maßnahmen aufgewertet werden soll.

Ein Schwerpunkt ist das Umfeld des ehemaligen Sicherungslagers, das früher im Bereich des heutigen Kurparks stand. Das Areal, wo sich heute unter anderem ein Schachfeld befindet, soll erlebbar gemacht werden. Dazu ist eine deutliche Aufwertung der Gedenkstätte geplant. Die Fundamente sollen nach Angaben von Henschel auf einer Tiefe von etwa 30 Zentimetern freigelegt werden. Geplant ist, ein etwa ein Meter breites Schotterband einzubauen. Die restliche Fläche soll mit Rasen eingesät werden. Zudem soll das Schachfeld, das als solches nur noch schwer zu erkennen ist, abgebaut werden. Die dahinter befindliche Erle soll erhalten werden, so Henschel.

In Zusammenarbeit mit dem städtischen Archiv soll eine Tafel aufgestellt werden, die über dieses Lager informiert. Außerdem ist geplant, das jüdische Mahnmal, das den Opfern der Gewalt im Kurpark gewidmet ist und sich kurz hinter dem erweiterten Parkplatz befindet, in Zusammenarbeit mit der städtischen Hochbauabteilung zu versetzen.

Erarbeitet wurden die Überlegungen von der Arbeitsgruppe "Tourismusachse Unimog-Museum - Waldseebad". Die Gruppe besteht seit 2015. Die erste Sitzung war am 17. Dezember 2015. Teilnehmer waren Vertreter der Fraktionen, der örtlichen Vereine, der Forstverwaltung, des bereits bestehenden Arbeitskreises Kurpark und der Stadtverwaltung.

Recht umfangreich waren die Aktivitäten in diesem Jahr. Unter anderem wurden 100 Sträucher und drei Bäume gepflanzt sowie das Umfeld der Quelle gesäubert und bepflanzt. Bei der Aktion "Ein Tag für Bad Rotenfels" waren 55 Freiwillige im Einsatz. Im Zuge von Baumpflegemaßnahmen wurde unter anderem die Lindenallee geschnitten. Umgesetzt wurde ein neues Konzept für Wechselflor. Gut angenommen worden seien Kübelpflanzen, unter anderen Palmen, berichtete Henschel dem Gemeinderat.

Konzertmuschel saniert

Nach der Rodung im Frühjahr waren Vegetationsflächen hergerichtet und mit gebietsheimischem Saatgut eingesät worden. Zwischen Kneippbecken (Wassertretbecken) und Gästehaus Erhardt wurde der Wildzaun versetzt. Das Kneippbecken selbst wurde saniert, nachdem es dort in der Vergangenheit recht große Wasserverluste gegeben hatte. Auch die Konzertmuschel musste saniert werden.

Umgesetzt wurde ein neues Mähkonzept. Bei intensiv genutzten Bereichen wird das Gras kurz gehalten und das Schnittgut aufgenommen. Bei nur wenig genutzten Bereichen dagegen gibt es zwei Schnitte im Jahr, nur die Weganschlüsse werden kurz geschnitten.

Angesprochen wurde von Henschel auch die Parkplatzerweiterung durch die Kurgesellschaft und die damit verbundene neue Wegführung. Die Wirtschaftsförderung werde eine Besucherleitinformation durch den kompletten Park bis zum Unimog-Museum erarbeiten. Weitere Themen für 2018 sind ein Wanderwegekonzept, ein geologischer Lehrpfad, ein Rotherma-Laufpfad sowie möglicherweise ein Wohnmobilanstellplatz im Bereich Traischbach.

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