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Gremium orientiert sich an Leitvision 2030
Forbach im wildromantischen Murgtal punktet durch den Nationalpark: Diesen Leitsatz haben jetzt alle Gemeinderatsfraktionen verinnerlicht. Entsprechende Maßnahmen sollen folgen. Foto: Juch
27.10.2017 - 00:00 Uhr
Von Stephan Juch

Forbach - Es ist ein ehrgeiziges Ziel, das sich die Kommunalpolitiker um Katrin Buhrke an der Spitze gesetzt haben: Bis zum Jahr 2030 sollen 6000 Menschen in der Gemeinde Forbach leben. Aktuell sind es knapp 4850. Um diesen Anstieg zu schaffen, hat der Gemeinderat in seiner zweitägigen Klausur in der Murghalle eine Leitvision erarbeitet, an der sich die künftigen Entscheidungen des Gremiums orientieren. Sie dient jetzt quasi als Dach der strategischen Ausrichtung, wie es die Bürgermeisterin formulierte.

Unter dem Motto "Arbeiten und Erholen im Einklang mit der Natur" sind acht Kernthemen erarbeitet worden, die von nun an das Gerüst des kommunalpolitischen Handelns darstellen:

Geschichte, Tradition und Selbstbild der Bürger: Forbach punktet durch den Nationalpark im wildromantischen Murgtal.

Region, Landschaft und Naturraum: Forbach punktet als Luftkurort mit einzigartiger Landschaft, hohem Freizeitwert und attraktiven Natur- und Outdoor-Erlebnissen.

Arbeit und Wirtschaft: Forbach punktet durch die Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze in Gewerbe, Handel und Tourismus.

Wohnen, Versorgung und Ortsgestaltung: Forbach punktet durch Bevölkerungswachstum und durch digitale Lebensqualität auf dem Stand der Technik.

Bildung, Gemeinschaft und Soziales: Forbach punktet als familienfreundliche Wohngemeinde für Jung und Alt.

Umwelt, Energie und Mobilität: Forbach punktet als klimaneutrale Gemeinde mit regenerativer Energieversorgung. Forbach punktet durch schnelle Erreichbarkeit auf Straße und Schiene.

Freizeit, Sport, Kultur und Tourismus.

Rathaus, Gemeinderat und Finanzen.

Diese Punkte greifen oft ineinander und sollen künftig - auch unter mehr Bürgerbeteiligung - unter der Prämisse der Leitvision 2030 abgearbeitet werden. Was diese Zielsetzung anbelangt, habe man bei der von Frank Leichsenring (Büro Komm...zept, Lörrach) moderierten Klausurtagung Konsens erreicht, betonte Katrin Buhrke beim Pressegespräch. Die Bürgermeisterin zeigte sich optimistisch, dass es gelingt, diese gemeinsame Zieldefinition in den kommenden Monaten und Jahren kommunalpolitisch auszuformulieren und die entsprechenden Entscheidungen zu treffen: "Daran werden wir uns messen lassen."

Die drei Gemeinderatsfraktionen (CDU, Freie Wähler und SPD) sowie Grünen-Rätin Margrit Haller-Reif zogen ein ebenso positives Fazit der Klausurtagung. Es habe eine "gute, konstruktive Zusammenarbeit" geherrscht, blickte Horst Fritz (SPD) zurück. Jetzt gelte es, konkrete Maßnahmen daraus abzuleiten", ergänzte Haller-Reif. "Der Bevölkerungszuwachs ist das Ziel, das über allem steht", betonte CDU-Fraktionsvorsitzende Sabine Reichl. Angesichts der durch die Pflichtaufgaben finanziell "doch recht engen Spielräume" gelte es, eine Priorisierung zu finden, mit der dieses Ziel am ehesten erreicht werden kann. Achim Rietz, Fraktionschef der Freien Wähler, wähnt die Verantwortlichen jetzt auf einem guten Weg, verwies aber auf das Themenfeld Gewerbe, Handel und Industrie, das "wir sehr stark bearbeiten müssen". Da habe Forbach Nachholbedarf. Anders sehe das im Bereich Outdoor-Aktivitäten aus: "Da haben wir ein wahres El Dorado", meinte Rietz und nannte die vielen Möglichkeiten wie Wildwasserfahren, Wandern, Biken oder Wintersport als Beispiele. "Die Landschaft ist unser Kapital", bestätigte Horst Fritz: Dies müsse man aber noch mehr für sich nutzen.

Ein erster Schritt in diese Richtung ist der Umgang mit dem Nationalpark. Mit dem in Forbach äußerst umstrittenen Großschutzgebiet identifiziere sich der Gemeinderat jetzt, betonte Buhrke. Ein weiterer Beschluss, der den neugefassten Leitlinien entspreche, sei die Entscheidung, den Breitbandausbau zu forcieren (wir berichteten). Derlei Maßnahmen, die langfristig zu einem Bevölkerungsaufschwung führen, sollen sukzessive folgen. "Wir sind einen großen Schritt weitergekommen", bilanzierte Haller-Reif im Blick auf die Klausur, deren Resultate auch die Bürgermeisterin freuen - vor allem, weil sie in großem Einvernehmen fixiert wurden - "keine Selbstverständlichkeit".

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