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Langsam beginnt der "Spaß"
Luca Merz (Hintergrund) betreut für den TTC Muggensturm die Tischtennis-AG an der Albert-Schweitzer-Schule.  Foto: Metz
27.10.2017 - 00:00 Uhr
Gernsbach (ham) - Tischtennisspieler aus dem Murgtal brennen anscheinend besonders für ihren Sport: Nach dem Weisenbacher Steffen Egner und dem Gernsbacher Maximilian Fischer macht sich dieses Schuljahr der Scheuerner Luca Merz verdient um die schnellste Rückschlagsportart der Welt. Der Tischtennisspieler der Sportvereinigung Ottenau legt ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ein und unterstützt Schulen sowie die Nachwuchsarbeit von fünf Vereinen im Bezirk.

"Die ersten zwei, drei Wochen waren heftig", berichtet der 18-Jährige. Das lag jedoch nur an den unterschiedlichen Einsatzstellen und Ansprechpartnern.

"Ich wusste noch nicht, wohin ich fahren muss und wie lange die knapp bemessenen Fahrtzeiten sind", stellt Merz klar. Seine Woche beginnt am Montag in der Augusta-Sibylla-Schule in Rastatt, nachmittags geht es an die Handelslehranstalt (HLA) in Bühl und zum TV Bühl, der als Großverein den "Bufdi" wieder angestellt hat und die finanziellen Details mit allen Beteiligten regelt.

Dienstags ist der Abiturient den ganzen Morgen wieder an der HLA tätig, bevor am Nachmittag die Tischtennis-AG an der Albert-Schweitzer-Schule ansteht. Die hatte der TTC Muggensturm schon mit Egner und Fischer auf den Weg gebracht.

In Ottenau für FSJ begeistert worden

An den Abenden ist Merz bei Vereinen begehrt: Diesmal kommen die TTG Bischweier, die ihn auch an der Grundschule einsetzt, weil es dort an Sportlehrern mangelt, die TTF Rastatt und natürlich sein eigener Verein in den Genuss. Dort unterstützt der erfolgreiche Jugendspieler nun das Training von Frank Hocke. Der hatte zusammen mit Martin Herm die Nachwuchskraft von dem Freiwilligen Sozialen Jahr überzeugt. Ein dritter Ottenauer, Werner Pfeiffer, koordiniert als zweiter Vorsitzender des Tischtennis-Bezirks alljährlich die Maßnahme.

Langfristig möchte Merz der Spvgg auch etwas als Jugendtrainer zurückgeben, für die er Meister in der Bezirksliga und Vizemeister in der Landesliga wurde sowie zweimal den Bezirkspokal gewann. Zudem kam er im vergangenen Jahr in Ottenau zu Einsätzen in der sehr stark besetzten Verbandsliga, der höchsten Jugendklasse in Südbaden.

Das FSJ begann der Scheuerner aber nicht nur, weil er Tischtennis seit dem neunten Lebensjahr "gerne spielt und ich Sport und Kinder mag". Nach dem Abi an der Klosterschule vom Heiligen Grab in Baden-Baden war der Ottenauer Nachwuchsspieler auch reichlich "unschlüssig", was er danach machen sollte, gesteht er. In diesem Schuljahr will sich Merz nun aber mehr Gedanken machen. Klar ist ihm jedoch, dass die Trainerarbeit "lieber hobbymäßig" bleiben soll, ein Sportstudium peilt der 18-Jährige nicht an.

Der Bundesfreiwilligendienst hat sich für ihn jedoch bisher gelohnt. Bereits während der "stressigen" Einfindungsphase freute sich Merz über die "herzliche Aufnahme". Inzwischen gesellte sich der "Spaß" dazu - und das letzte Problem bekommt der Abiturient bei seinen weiteren wöchentlichen Stationen im Kindergarten in Staufenberg, an der Grundschule Selbach, beim Goethe-Gymnasium in Gaggenau und am LWG in Rastatt zunehmend in den Griff: "Langsam weiß ich doch alle Namen der Kinder!"

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