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"Wenn wir zusammenarbeiten bewegen wir was"
Vororttermin in Reichental: Ruth Hertweck und Diana Fritz vom Landschaftserhaltungsverband und Bürgermeister Julian Christ bei der Begehung des Gewanns Hail/Steinacker mit Helfern.  Foto: Gareus-Kugel
30.10.2017 - 00:00 Uhr
Gernsbach (vgk) - Die Erstpflegeaktion durch Reichentaler Vereine im Gewann Hail/Steinacker kann Ansporn für andere Gernsbacher Vereine und Ortsteile sein. "Reichental ist Vorbild für die Stadt." Das sagte Diana Fritz vom Landschaftserhaltungsverband Landkreis Rastatt am Samstagmorgen. Seit 2. Oktober treffen sich in diesem Bereich regelmäßig Mitglieder der örtlichen Motorradfreunde, des Obst- und Gartenbauvereins und des Turnvereins zu Pflegeaktionen. Auf einer Fläche von rund drei Hektar wird dort durch Rodungen von Bäumen und Büschen dem Zuwachsen der Landschaft vorgebeugt.

Bis zu 50 Helfer sind oft zeitgleich im Einsatz, unterstützt vom FC Auerhahn und der Freiwilligen Feuerwehr. Es ist eine Knochenarbeit, die Freiwillige dort mit dem Fällen von Bäumen und dem Entfernen von Büschen verrichten. Die Hänge rund um Reichental, sind steil und schlecht zu erreichen. Die früher errichteten Trockenmauern, die die Fläche terrassieren, um sie bewirtschaften zu können, stellen oft zusätzliche Hindernisse dar.

In dem Gebiet sind in den vergangenen Jahren viele Grundstücke brach gefallen. "Um diese Entwicklung zumindest in Teilbereichen aufzuhalten, hat der Landschaftserhaltungsverband örtliche Tierhalter gewinnen können, die sich in Zukunft um die Folgepflege der Flächen mit ihren Weidetieren kümmern", so Fritz im Rahmen des Vororttermins, zusammen mit Stellvertreterin Ruth Hertweck, Bürgermeister Julian Christ, Kevin Stolle, Abteilung Landschaftspflege, und Andrea Stief, Leiterin des Landwirtschaftsamts. Für eine gut beweidbare Fläche ist eine Erstpflege notwendig. Mit ausschließlichem Mähen können die Gebiete nicht offen gehalten werden, so Fritz. Auf Antrag wird vom Verband finanzielle Unterstützung gewährt. Voraussetzung ist die Erstellung eines Mindestflurkonzept, wie in Gernsbach erfolgt. Darunter werden jene Flächen verstanden, die außerhalb des Waldes liegen und die freizuhalten sind von Wald und Bebauung sowie von Nutzungen und Gestaltungselementen, die eine Beeinträchtigung der Funktion der Flur zu Folge hätte. Die Trockenmauern sollte der Naturschutz bewerten. Diese könnten auch als Ausgleichsmaßnahmen beansprucht werden, meinte Stief.

Ebenfalls ein Bild machte sich Bürgermeister Christ. Er sagte, dass nur dann etwas zu erreichen sei, wenn alles ineinandergreift. Die Durchführung des Projekts in Reichental läge im Interesse der gesamten Stadt. In Zukunft wolle man sich in diesem Bereich stärker aufstellen und dazu Informationsveranstaltungen in anderen Stadtteilen anbieten. Auch kündigte der Bürgermeister ein Helferfest an, "um auf ganz praktische Art danke zu sagen." Die Nachpflege des Geländes übernimmt die Weidegemeinschaft Klumpp,

Einen großen Dank sprach Andreas Kozlevcar, Ortschaftsrat und Mithelfer, den Akteuren aus. Udo Janetzki, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Reichental und Ortschaftsrat, fügte hinzu: "Wenn wir zusammenarbeiten bewegen wir was."

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