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Autofahrt endet unter einem Anhänger
Bei der Jahreshauptübung müssen die Loffenauer Feuerwehrleute Verletzte aus einem Unfallauto retten.  Foto: Gareus-Kugel
30.10.2017 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Loffenau - Wenn die Feuerwehren zu einem Verkehrsunfall gerufen werden, dann erwartet die Floriansjünger am Unfallort meist nichts Gutes. Oftmals sind Personen im Auto eingeklemmt und müssen von den Feuerwehrkameraden mit schwerem Gerät aus meist stark deformierten Fahrzeugen herausgeschnitten werden. Mit dieser Unfallkulisse hatten sich am Samstag die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Loffenau bei ihrer Jahreshauptübung zu beschäftigen.

Der Schauplatz des Geschehens: Der Streckenabschnitt zwischen Erdbrüchlestraße und Heckenbrunnenweg, im Bereich des Landeplatzes der Gleitschirmflieger. Dort geriet, so die Annahme, ein Fahranfänger nach dem geraden Streckenabschnitt im Bereich der 90-Grad-Rechtskurve von der Fahrbahn ab. Die Fahrt endete unter einem dort auf der Wiese abgestellten landwirtschaftlich genutzten Lkw-Anhänger. Mit im Fahrzeug weitere fünf Personen. Der Fahrer und der Beifahrer erleiden schwere Verletzungen, die restlichen Mitfahrer bleiben unverletzt, verlassen unter Schock stehend das Auto und müssen von den Einsatzkräften später gesucht werden.

Im Ernstfall böte sich den Feuerwehrkameraden an der Unfallstelle jetzt ein Bild des Grauens. Der angeschnallte Fahrzeuglenker wird durch den Aufprall im Beinbereich eingeklemmt, sein Beifahrer lässt alle Symptome einer Querschnittslähmung erkennen.

Mit schneller Rettung ist es an dieser Stelle nicht getan. "Die angenommenen Verletzungen brauchen eine patientenschonende Rettung", erklärte Adrian Klaiber, der Kommandant der Feuerwehr Weisenbach, als Beobachter vor Ort. Die technische Hilfeleistung und medizinische Rettung zählte in diesem Jahr zu den Übungsschwerpunkten für die 40 aktiven Loffenauer Feuerwehrleute, erläuterte den beobachtenden Gemeinderäten und Alterskameraden der Übungsverantwortliche und stellvertretende Kommandant der FFW Loffenau, Georg Hegele. Vor der Personenrettung bestimmt zunächst ein Arzt, welcher der Schwerverletzten zuerst aus dem Fahrzeug befreit werden müsse, erläuterte er. An der Übung nahmen auch Rettungskräfte des DRK-Ortsvereins Gernsbach teil.

Routiniert und bestens ausgerüstet machten sich die Kameraden, am "Unfallort" angekommen, unter der Leitung von Einsatzleiter und Kommandant Hartmut Schweikhardt an die Arbeit, sicherten die Unfallstelle, Trupps machten sich auf, um die vermissten Personen zu suchen. Vorbereitet wurden Aufbewahrungsräume für die Gerätschaften, während Retter zum Fahrzeug eilten, um die Unfallopfer zu beruhigen, medizinische Erstversorgung zu leisten und um festzustellen, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Am Heck des Fahrzeugs machten sich erste Feuerwehraktive daran, dieses mit entsprechenden Gerätschaften aufzubrechen, um von dort aus später den Beifahrer auf die Rettungswanne schieben zu können. Für die Befreiung des Fahrers kam die Rettungsschere zum Einsatz, entfernt wurde damit die Mittelsäule des Fahrzeugs. Auch die anderen ursprünglich im Fahrzeug befindlichen Personen konnten von den Feuerwehrkameraden zügig gefunden und entsprechend betreut werden.

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