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Lob und Ehre für den "ewigen Erich"
13.11.2017 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Loffenau - Es war eine würdige Feierstunde - mit stehendem Applaus verabschiedeten Bürger und Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft Loffenaus Bürgermeister Erich Steigerwald nach 40 Jahren in den Ruhestand. "Das Wiesle isch g'mäht" - zitierte dieser ein schwäbisches Abschiedswort, "damit keine Traurigkeit aufkommt."

Für seine Verdienste wurde Steigerwald mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Medaille sei die "Krönung des Lebenswerks", sagte Landrat Jürgen Bäuerle bei der Übergabe (das BT berichtete).

Bürgermeister-Stellvertreter Helmut Möhrmann hatte eine besondere Auszeichnung im Gepäck: Er ernannte Steigerwald zum ersten Ehrenbürger der Gemeinde. Loffenau sei für Steigerwald nicht nur Arbeitsplatz, sondern Lebensaufgabe gewesen - mit 40 Jahren Gesprächen, Diskussionen, Kompromissen und Beschlüssen. Neubaugebiete, Seniorenwohnanlage, Kurparksanierung oder die Sanierung der Ortsdurchfahrt nannte er als gelungene Beispiele der Arbeit Steigerwalds. Eine gute Entscheidung sei es gewesen, kein Schwimmbad zu bauen, "wir unterstützen lieber unsere Nachbarn". Ein T-Shirt mit dem Loffenauer Gemeindewappen und der Aufschrift "Der ewige Erich" war eines der Geschenke des Gemeinderats.

Artur Ostermaier, Vizepräsident des Gemeindetags Baden-Württemberg und Bürgermeister der Gemeinde Steißlingen, sprach von der hohen Wertschätzung, die Steigerwald genießt. Ostermaier hob die Wichtigkeit der kommunalen Selbstverwaltung hervor und die Partnerschaft zwischen Kommunen, Landes- und Bundesregierung. Er übergab als Erinnerung die Stele des Gemeindetags Baden-Württemberg.

Freude rief der Besuch der italienischen Abordnung aus der Partnergemeinde Montefelcino hervor. Zumal Bürgermeister Ferdinando Marchetti auch eine besondere Auszeichnung mit im Gepäck hatte: die Ehrenbürgerschaft der Partnergemeinde. Der Beschluss im dortigen Gemeinderat sei einstimmig gefallen, berichtete er. Steigerwald habe das europäische Bewussteinen in den Jahren der Partnerschaft gefördert. Kreischas Bürgermeister Frank Schöning dankte für die jahrelange Zusammenarbeit und die Unterstützung beim Aufbau der Verwaltung in der sächsischen Partnergemeinde.

Für die Bürgermeister des Landkreises sprach Weisenbachs Gemeindeoberhaupt Toni Huber. Steigerwald, mit dem ihn eine väterliche Freundschaft verbindet, sei sein Mentor gewesen. "Loffenau und Erich Steigerwald hatten sich gesucht und gefunden. Die kommunalen Gremien werden ,den ewigen Erich' oder den ,Alten aus dem Murgtal' vermissen. Achim Grimm für die Loffenauer Vereine, Günther Mungenast für die evangelische Kirche, Nadine Speranza und Michael Kübler für den Personalrat sowie Remigius Karch für das Notariat Gernsbach würdigten in ihren Grußworten das Wirken des Bürgermeisters.

In seinen Dankesworten blickte Steigerwald, gewürzt mit einigen Anekdoten, auf seine Amtszeit zurück. "Aller Anfang ist schwer", dieser Spruch beschreibt den Beginn seiner Amtszeit im Dezember 1977. Der Gemeinderat sei zerstritten gewesen, das Rathaus habe er vor dem Amtsantritt nie betreten, eine Übergabe der Amtsgeschäfte hat nicht stattgefunden. "Loffenau war meine berufliche und persönliche Erfüllung und ein Glücksfall." "Suchet der Stadt Bestes", dieser Bibelspruch sei das Leitmotiv für seine Arbeit gewesen. Das Amt erfordere den ganzen Mann oder die ganze Frau, "ein bisschen Bürgermeister geht nicht". In seinen Dank schloss er den Gemeinderat, die Mitarbeiter der Verwaltung und besonders Gemeindeoberamtsrat Georg Lamparth ein.

Die Feier wurde vom Musikverein Loffenau und der Jagdhornbläsergruppe Murgtal umrahmt.

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