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Flusspegel sinkt, Sturmschäden bleiben
Die Murg in Gernsbach am Sonntag. Der Pegel in Bad Rotenfels meldete um 18.45 Uhr 2,66 Meter. Das liegt über dem Grenzwert für ein zweijährliches Hochwasser. Foto: Gareus-Kugel
14.11.2017 - 00:00 Uhr
Murgtal (mm/tom) - Starker Wind und ergiebiger Regen am Sonntag haben nicht nur die Wasserläufe, sondern auch die Auftragsbücher des Führungs- und Lagezentrums der Polizei in Offenburg gefüllt. Zwischen 13 Uhr und kurz vor Mitternacht wurden rund 30 unwetterbedingte Einsätze gemeldet. An einem Neubau in der Straße "Im Feld" in Sulzbach wurde der ungedeckte Dachstuhl eines Einfamilienhauses aus den Ankern gerissen und das Gerüst umgeworfen (das BT berichtete). Ein danebenstehender Baukran geriet durch die starken Böen in bedrohliche Schieflage. Der Sachschaden dürfte laut Polizei etwa 80000 Euro betragen.

Das Unwetter hat auf der K3700 von Gernsbach nach Obertsrot große Schäden verursacht. Umgeknickte Bäume, gebrochene Äste und Erde blockierten den Abschnitt zwischen Ortsausgang Gernsbach bei der Klingelkapelle und der Firma Röchling Automotive. Die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich bis heute Abend dauern, informiert das Landratsamt. Die Straße wurde gestern gegen 15 Uhr wieder freigegeben. Mit Behinderungen ist aber wegen der Arbeiten am Hang zu rechnen.

Im Wald rund um Schloss Eberstein hat eine Böe in dem Abhang vom Schloss bis zur Murg zahlreiche Bäume umgeworfen oder abgerissen. Bis zur Aufarbeitung müssen die Wanderwege zwischen Klingelkapelle, Schlossstraße, Schloss, Grafensprung und der Verbindungsstraße zwischen Obertsrot und Gernsbach gesperrt bleiben. Das Betreten der Wege und Waldflächen ist in diesem Bereich bis auf Weiteres verboten, informiert Andreas Ruf, zuständig für den Wald im Besitz der Familie Overlack. Aus Staufenberg wurde der Ausfall von Straßenbeleuchtung gemeldet.

Am Pegel in Bad Rotenfels wurde am Sonntag der Höchststand mit 2,66 Metern gemessen - das sind zehn Zentimeter mehr als bei einem zweijährlichen Hochwasser. Der Meldewasserstand von 2,80 Metern wurde aber nicht erreicht. Einen rasanten Anstieg verzeichnete der Pegel bereits am Samstag: Von 23 bis 1.15 Uhr kletterte der Stand von 90,8 auf 197,4 Zentimeter. Ein schneller Anstieg war auch am Sonntag von 12 bis 18.45 Uhr - von 1,83 Meter auf 2,66 Meter. Seither sank der Pegel.

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