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In Ottenau wird bald gekreiselt
Anstelle der Einmündung seitlich des Pennymarkts soll an der Selbacher Straße ein weiterer Kreisverkehr entstehen mit direkter Anbindung des oberhalb liegenden Gewerbegebiets.  Foto: Walter
15.11.2017 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Die Kreuzung Selbacher Straße / Max-Roth-Straße wird verschwinden. An ihrer Stelle entsteht ein Kreisel. Damit soll der Verkehrsfluss verbessert werden, insbesondere hinsichtlich des in Bau befindlichen Logistikstandorts der Firma Hillwood. Dem Gemeinderat wurden zwei Varianten vorgestellt: Ein dreiarmiger "Minikreisel" und ein vierarmiger "Kleiner Kreisverkehrsplatz". Im Rat war man sich einig, dass ein vierarmiger Kreisel entstehen soll.

Recht umfangreich waren die Ausführungen der Vertreter des mit den Untersuchungen beauftragten Unternehmens "Gevas Humberg und Partner". Untersucht wurden, wie Anja Baumann-Mare darlegte, die Selbacher Straße in Höhe des früheren Unternehmens KWH (jetzt Hillwood) in Richtung Schlotteräxtbrücke mit dem Abzweig Max-Roth-Straße Richtung Kreisel Max-Roth-Straße/Beethovenstraße/ Pionierstraße und die Abzweigung von der Selbacher Straße in die Max-Roth-Straße in Richtung Gewerbegebiet (Firma Hurrle und Hillwood). Grundlage waren Prognosen für das Jahr 2030 mit Netzveränderungen. Der wesentliche Unterschied zwischen dreiarmigem und vierarmigem Kreisel: Bei letztgenannter Variante wird die Zufahrt von der Selbacher Straße in das Gewerbegebiet um einige Meter verlegt. Und zwar in die Höhe der jetzigen Einmündung der Max-Roth-Straße in die Selbacher Straße (in Höhe Pennymarkt und Metzgerei Krug).

Hochgerechnet auf das Prognosejahr 2030 gehen die Verkehrsexperten von einer jährlichen Verkehrszunahme von einem Prozent aus. Durch die Neuansiedlung, insbesondere Hillwood, rechnen sie stündlich mit etwa 300 zusätzlichen Fahrzeugen, darunter 30 Lkw. Ermittelt wurden sogenannte Verkehrsqualitätsberechnungen mit Qualitätsstufen des Verkehrsablaufs. Unterteilt werden sie je nach Wartezeit in die Stufen A bis F, vergleichbar mit Schulnoten, wobei A eine 1 bedeutet und F eine 6. Ein dreiarmiger Kreisel erhielte ein E, ebenso wie die Beibehaltung der alten Zufahrt ins Gewerbegebiet. Es käme zu recht langen Rückstaus in verschiedenen Bereichen. Anders sehe es, so Anja Baumann-Mare, bei einem vierarmigen kleinen Kreisverkehr mit Anbindung des Gewerbegebiets direkt an den Kreisel aus. Dieser habe die Qualitätsstufe C, der bestehende Kreisverkehr in Höhe Pionierweg sogar die Qualitätsstufe B. Rückstaus würde es wohl nur aus Richtung Schlotteräxtbrücke kommend in Höhe der Kreiseleinfahrt geben, so die Planerin.

Möglich wären bei dem Kreisel auch sogenannte Bypässe. Das bedeutet, dass ein Lenker, statt in einen Kreisel einzufahren, im 90-Grad-Winkel abbiegen kann. Solch einen Bypass gibt es zum Beispiel in Rastatt von der B462 kommend bei Einfahrt ins Gewerbegebiet "Im Wöhr" für Rechtsabbieger in Richtung Real/Octomedia. Durch den Bypass könne die Verkehrsqualität des Kreisverkehrs erhöht werden - insbesondere bei starkem Rechtsabbiegeranteil.

Kreisel-Planungen ohne Bypass

Wie Bürgermeister Michael Pfeiffer den Räten erklärte, seien bei den Berechnungen Maximalwerte angenommen worden. Ein Bypass habe, so Oberbürgermeister Christof Florus, Nachteile für Fußgänger und Radfahrer, die mehr Fahrbahnen überqueren müssten. Deshalb, so Pfeiffer, plane man ohne Bypässe.

Die Räte sind sich nach Angaben von Andreas Paul (CDU) einig, dass ein Kreisverkehr schnellstmöglich gebaut werden solle. Eine Auffassung, die Gerd Pfrommer (SPD) teilt. Ferdinand Hurrle (FWG) betonte, dass Lkw nicht über die Schlotteräxtbrücke und die Hauptstraße, sondern über die B462 fahren müssten. Das Ergebnis der Planungen sei, so Theo Gehrmann (FDP) auf den ersten Blick total nachvollziehbar. Von der Firma Hillwood erwartet er eine finanzielle Beteiligung für den Bau des Kreisels.

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