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Auf der Heil wird weiter gebaut
Knapp zwei Hektar umfasst das künftige Baugebiet (rote Umrandung, Pfeil). Foto: Willi Walter
15.11.2017 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Im Baugebiet "Heil II" zwischen Gaggenau und Michelbach wird es rund 40 weitere Bauplätze geben. Beginn der Erschließung soll im Sommer 2019 sein. Der Gemeinderat beschloss am Montagabend die Aufstellung eines weiteren Teilbebauungsplans.

Auf knapp zwei Hektar sind 33 Bauplätze vorgesehen - davon zwölf für Doppelhaushälften und 21 für Einfamilienhäuser. Hinzu kommen weitere vier Bauplätze, die bislang nicht erschlossen waren.

Auf allgemeine Zustimmung stieß, dass Beschränkungen für die Bauherren gelockert wurden, zum Beispiel:

Erhöhung der Traufhöhe von 4,30 auf 4,50 Meter. Aber: die maximale Firsthöhe liegt bei 8,50 und die minimale Traufhöhe bei 3,80 Metern.

Festsetzung von größeren Baufenstern in den Einzelhausbereichen - bei gleichzeitiger Festlegung einer absoluten Grundfläche.

Dachneigung zwischen 20 und 40 35 Grad (Satteldach); bislang 30 bis 25 Grad.

Die Stadt begründet die Ausweisung dieses weiteren Baugebiets damit, dass eine "anhaltend hohe Nachfrage" nach Wohnraum und hochwertigen Bauflächen "in Stadtkernnähe" herrsche. In den Vorgänger-Teilgebieten Abschnitt vier und fünf schreite die Aufsiedlung voran; auch in der Innenentwicklung entwickle die Stadt Flächen, zum Beispiel in Bad Rotenfels (zwischen Ring-, Eichelberg- und Sofienstraße). "Im Innenbereich existieren zwar gerade in Wohngebieten vereinzelt Baulücken, doch sind diese häufig nicht dem freien Markt zugänglich", so die Sitzungsvorlage.

Das Areal ist derzeit Streuobstwiese, Grün- und Gartenland. Neben der erkennbaren Bedeutung für Stadtklima und Naherholung ist die Heil auch ein Refugium für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Dies hat allerdings auch die bereits erfolgte Bebauung in Heil II nicht verhindern können.

Die "artenschutzrechtliche Konfliktanalyse" habe gezeigt, "dass durch die Planungen fünf Fledermausarten, vier Brutvogelarten, die Zauneidechse sowie der Helle und der Dunkle Wiesenknopfameisenbläuling (...) betroffen sind", so die Stadt. Hier könne allerdings ein Ausgleich geschaffen werden. Angesichts der "Lebensraumzerstörung" durch das Baugebiet verweigerte Rudolf Krumrey (Grüne) als einziger Stadtrat die Zustimmung zum Aufstellungsbeschluss.

Rudi Drützler zeigte sich erfreut, dass relativ schnell nach den Abschnitten vier und fünf nun ein weiterer Abschnitt notwendig werde. Er gab zu bedenken, ob Reihenhäuser sinnvoll sein könnten. um preiswerten Wohnraum zu ermöglichen. Gerd Pfrommer (SPD) argumentierte, die Stadt müsse "zu Potte kommen", schließlich wolle man nicht nur Gaggenauer Bürger halten, sondern auch Neubürger anlocken. Theo Gehrmann (FDP) richtete den Blick auf den verbleibenden Grünzug zwischen Gaggenau und Michelbach, gleichwohl habe man einen "guten Kompromiss" gefunden. Zum Verbot von Ferienwohnungen hakte Gerlinde Stolle (SPD) nach. Es gebe, so antwortete Bürgermeister Michael Pfeiffer, durchaus das Ansinnen von Eigentümern, aus normalen Wohnungen Ferienwohnungen zu machen. Dies sei aber an dieser Stelle nicht im Sinne der Stadt.

Wer sich für Bauplätze interessiert, kann sich wenden an: bauverwaltung@gaggenau.de

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