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Bereit für die kalte Jahreszeit
Der Landkreis hattechnisch aufgerüstet: Für den Winterdienst steht der Gernsbacher Straßenmeisterei ein neu beschaffter Dreiachser-Lkw zur Verfügung.  Foto: Landratsamt
15.11.2017 - 00:00 Uhr
Murgtal (red) - Von Herbststürmen und fallenden Temperaturen begleitet, gab es am Sonntag Graupelschauer in der Ebene und einen ersten Hauch der weißen Pracht auf den Höhen des Schwarzwaldes. Auch für den Winterdienst des Landkreises Rastatt war am Wochenende mit ersten Einsätzen bereits Saisonauftakt.

Die Straßenmeistereien treffen, lange bevor die ersten Flocken vom Himmel fallen, erste Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit. Denn bereits im Sommer, wenn auch die Konditionen günstiger sind, werden die Streusalzlager und Soletanks wieder befüllt und Räum- und Streufahrzeuge gewartet, informiert die Pressestelle des Landratsamts.

"Wir müssen für ein Netz von rund 550 Kilometern an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen den Winterdienst organisieren", erklärt Thomas Marx, der Leiter des Straßenbauamts im Landratsamt. Für die anstehende Winterzeit stehen wiederum rund 2500 Tonnen Streusalz sowie 120000 Liter Calciumchloridsole zur Verfügung.

In den beiden Straßenmeistereien in Bühl und Gernsbach sind jeweils etwa 800 Tonnen Salz vorrätig. Rund 400 Tonnen befinden sich im Stützpunkt Herrenwies und weitere 450 Tonnen lagern in den Salzsilos beim Landschaftspflegebetrieb in Rastatt-Niederbühl.

Feuchtsalz kommt vorrangig in der Rheinebene zum Einsatz. "Grundsätzlich überall dort, wo Reifglätte und überfrierende Nässe öfter vorkommen, denn dann ist die Technik durch die schnelle und sofortige Tauwirkung äußerst effektiv", so Marx.

Häufig kommt Feuchtsalz auch vorbeugend zur Anwendung, damit erst gar keine Glätte entsteht. Bei Neuschnee hingegen wird es oft nur während der ersten Einsatzfahrt ausgebracht, um die Strecken räumfähig zu halten. Bei heftigem Schneefall, insbesondere in den Höhenlagen, bleibt weiterhin das Räumschild erste Wahl.

Für den Winterdienst planen die Straßenmeistereien jeweils mit vier Fahrzeugen, drei Unimog und einem Lkw. Die Unimog dienen mit einer Vorbauschneefräse auch als Großräumgeräte, die bei andauerndem Schneefall unverzichtbar sind.

In diesem Winter steht der Straßenmeisterei Gernsbach ein neu beschaffter Dreiachser-Lkw zur Verfügung. Durch seine lenk- und liftbare Hinterachse ist dieses Fahrzeug sehr beweglich. "Das bringt enorme Vorteile bei Wendemanövern an Kreuzungen und Einmündungen sowie bei Räumeinsätzen auf Parkplätzen", betont Christian Biernatzki, der im Straßenbauamt den Winterdienst koordiniert. Das Fahrzeug ist mit einem Feuchtsalz-Streuautomaten ausgerüstet und führt sechs Kubikmeter Streusalz und rund 2600 Liter Calciumchloridsole mit an Bord. Dadurch sind bei Bedarf auch erweiterte Umlaufrouten möglich. Für die Schneeräumung ist zudem ein Schneepflug angebaut.

Durch die Ausstattung mit einem Zwölf-Meter Kran ist das neue Fahrzeug ganzjährig vielseitig einsetzbar. So ist die Beladung mit Kies, Felsmaterial, Erdaushub sowie Reisig problemlos möglich. Auch die Montage von großen Wegweisern kann mit dem angebauten Kran erfolgen. Im vierspurigen Abschnitt der B462 dient dieses Fahrzeug mit einer angehängten fahrbaren Absperrtafel bei Bedarf auch als Sicherungsfahrzeug. Außerdem können schwere Maschinen und Geräte wie Bagger oder Mähtrucks transportiert werden.

Den Landkreis-Winterdienst leisten zusammen mit den Einsatzleitern insgesamt 23 Mann. Im Blickpunkt stehen dabei alle wichtigen Verkehrswege und insbesondere die zahlreichen Brücken, die von überfrierender Nässe zuerst betroffen sind.

Wenn der Winter richtig Ernst macht, erhalten die Straßenmeistereien weitere Verstärkung durch beauftragte Fremdfirmen. Zusätzlich zum klassifizierten Straßennetz unterstützt der Landkreis nach besten Kräften auch die Städte und Gemeinden bei der Räumung ihrer Straßen innerorts.

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