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Lärmreduzierung oberstes Ziel
18.11.2017 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - "Steter Tropfen höhlt den Stein." Diesen Spruch verwendet Holger Nufer für die Bekämpfung von Lärm in Michelbach. Im Rahmen einer Infoveranstaltung der Interessengemeinschaft Lärm L613 Michelbach brachte Nufer den Slogan vor. Ein weiterer Tropfen befindet sich in dem Stein: Wie Bürgermeister Michael Pfeiffer erklärte, werde im Bereich des Parkplatzes Mayersbild die Höchstgeschwindigkeit auch talaufwärts auf 70 km/h festgelegt.

Bereits seit geraumer Zeit gilt dieses Maximaltempo talabwärts im Abschnitt zwischen Freiolsheim bis kurz vor dem Ortseingang von Michelbach. Dort, in Höhe des Friedhofs mit den beiden Parkplätzen, darf seit einiger Zeit in beiden Richtungen mit maximal Tempo 50 gefahren werden.

Pfeiffer verwies darauf, dass die Tempobegrenzung auf der Straße talabwärts nicht aus Lärmgründen angeordnet worden sei, sondern wegen der "verkehrlichen Situation" und verschiedener Unfälle.

Im Rahmen ihrer ersten öffentlichen Veranstaltung informierten die Initiatoren der IG Lärm - Günther Hildebrand, Holger Nufer, Konstantin Rost und Bernd Seger sowie Jörg Schleifer vomAKUmwelt über ihre bisherigen Aktivitäten. Erfreut zeigten sie sich ebenso wie Moderator Manfred Vogt über die große Resonanz auf diese Veranstaltung. Gesammelt worden sind bislang rund 250 Unterschriften. Schwerpunkt der Kommentare seien Lärm und Geschwindigkeit von Fahrzeugen, insbesondere Motorräder, gewesen. Es müssten Strategien zur Lärmreduzierung entwickelt werden, sagte Jörg Schleifer. Wichtig sei die ganzheitliche Betrachtung des Themas in der Stadt und in der Region. Er plädierte für eine "sachliche und faire Auseinandersetzung mit dem Thema".

Belastung durch Lastwagen

Eine zentrale Forderung in der Versammlung war das Versetzen des Ortseingangsschildes von Michelbach um mehrere Meter in Richtung Gaggenau. Begründet wurde das damit, dass die Bebauung in der Wiesentalstraße über das Ortsschild hinaus gehe. Dazu erklärte Ordnungsamtsleiter Dieter Spannagel, dass ein Versetzen des Schildes nur dann möglich sei, wenn sich direkt an der betreffenden Straße Häuser befänden samt Zugang zu diesen von der Straße aus. "Nach der Straßenverkehrsordnung steht dieses Schild richtig", so Spannagel.

Moniert wurde von mehreren Diskussionsteilnehmern die Belastung durch Lkw. Sie vermuteten, dass es sich zum Teil um Mautflüchtlinge handle. Eine Einschätzung, die Vertreter der Polizei nicht teilten. Auch Bewohner von Moosbronn beklagten sich über Lärm und zu schnell fahrende Autos. Der Forderung nach Tempo 30 in ganz Moosbronn erteilte Pfeiffer eine Absage, da es sich um eine klassifizierte Straße für den überörtlichen Verkehr handle. Und auf solchen Straßen sei es nur sehr schwer möglich, Tempo 30 einzuführen.

Insbesondere an den Wochenenden sind ab Frühjahr die Motorradfahrer unterwegs. Die Vertreter der Polizei sicherten zu: "Wir werden auch in Michelbach präsent sein."

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