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Nach dem "Altardienst" an den Christbaum
Auf dem Kranz zur Ansicht dekoriert die Wachsanhänger aus ehemalligen Altarkerzen. Am Lichterbaum schimmern sie in zart durchscheinendem heimeligem Glanz. Foto: Gutmann
18.11.2017 - 00:00 Uhr
Von Barbara Gutmann

Gaggenau - Zart durchscheinende Wachsanhänger als Christbaumschmuck und in Aludosen gegossene Lichter - beides aus alten Altarkerzen: Das sind zwei der Schmankerl, die man auf dem Laurentiusmarkt im historischen Pfarrhof am morgigen Sonntag in Bad Rotenfels erwerben kann.

Bereits seit Mai ist die Bastelgruppe der Frauengemeinschaft mit Ideengeberin Concetta Marotta an der Spitze eifrig und mit großer Phantasie und handwerklichem Geschick mit der Herstellung herbstlicher und adventlicher Dekorationen am Werk. Auch hübsche Näharbeiten entstanden in Heimarbeit bei Marotta, die aus Jeansresten Herzen und Topflappen anfertigte. Und da hat auch Angelika Förderer einen schönen Gedanken eingebracht: "Es ist so schade, die vielen Reste nicht mehr verwendeter Altarkerzen zu sehen", fand sie schon vor zwei Jahren, "sie sind ja schließlich geweiht!" Sie hatte für sich privat ihren ganzen Christbaumschmuck aus dem gegossenen Wachs dieser Kerzen ausgestochen.

Und das lässt staunen: So schlicht diese weihnachtlichen "Ausstecherle" aussehen, strahlen sie doch am Baum vor den Lichtern einen ganz heimeligen durchscheinenden Glanz aus und leuchten wirkungsvoll. In Beutelchen à zehn Stück werden sie angeboten. Auch Lichter in farbig gemalten Aluminiumdosen sind aus diesen Kerzen entstanden, hübsch dekoriert mit Spitzen und Bändern.

Den richtigen Moment muss man erwischen

Es ist Angelika Förderers Intention des "Recyclings" wertvoller - und dazu noch geweihter - "Rohstoffe", die in ihrer Einfachheit so besticht, so wie auch die Wirkung der Wachskerzen am schlicht geschmückten Christbaum.

Die Herstellung ist nicht sehr kompliziert, man braucht nur einige Gerätschaften: Zunächst werden die Kerzen in einem ausgedienten Emaille-oder Edelstahltopf im Wasserbad geschmolzen. Dabei ist Vorsicht geboten, dass sich das flüssige Wachs nicht auf dem Herd entzünden kann. Dann wird das geschmolzene Wachs über ein Sieb mit Küchenpapier gefiltert, um Reste von Docht und Schmutz aufzufangen.

Das so gereinigte flüssige Wachs wird zum Beispiel in ein altes mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegossen, worin es kurz auskühlt. Den Moment des Ausstechens mit den Weihnachtsgebäck-Förmchen muss man genau erwischen: Das Wachs darf nicht zu sehr aushärten, aber auch nicht zu weich sein. Doch das hat man schnell heraus. Zuletzt werden mit der Heißnadel Nylonfäden eingezogen - und fertig sind die Wachs- Aufhänger.

Für die Dosen-Lichter wird das flüssige saubere Wachs in Aludosen gegossen, in die man eine Dochtschnur hängt. Dann werden die Dosen farbig angemalt und mit individueller Verzierung versehen. Es ist einfach ein befriedigendes Recycling-Gefühl: "Aus alt mach neu."

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