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"King Henry" zündet Geburtstags-Feuerwerk
'King Henry and his College Jazz Band' sorgen für einen abwechslungsreichen Abend.  Foto: Hegmann
20.11.2017 - 07:16 Uhr
Von Hans-Peter Hegmann

Gaggenau - Ein musikalisches Feuerwerk hat am Samstagabend das Jubiläum im Gaggenauer klag gekrönt: "King Henry and his College Jazz Band" eröffneten die Geburtstagsparty mit der "Bourbon Street Parade". Mit dem Stück demonstrierte die neunköpfige Band gleich zum Auftakt, wo es beim 50. Geburtstag langgehen wird.

Es sollte ein musikalischer Spaziergang durch die Geschichte des New-Orleans-Jazz und das musikalische Leben des Gaggenauers Heinz Wagner werden. So heißt der "King" mit bürgerlichen Namen. Er war Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik und übertrug 1967 als junger Lehrer am Tulla-Gymnasium in Rastatt seine Leidenschaft für diese Musik auf sieben Schüler. Entstanden ist daraus "King Henry and his College Jazz Band" (das BT berichtete).

Inzwischen mangelt es zwar an Musikern aus der Urbesetzung, aber Wagner erinnert sich in seiner Begrüßung gerne an die erfolgreichen Zeiten. Weil es der inzwischen 78-Jährige einfach nicht lassen kann, lud er zu seinem Geburtstagsständchen einige Musiker ein, die ihn immer mal wieder bei Auftritten unterstützen.

Am Saxofon und Mikrofon als Moderator war Freddie Münster im Einsatz. Seine musikalische Reichweite spannt sich von Klassik bis Jazz. Er hatte zudem zu jedem Stück Hintergrundinformationen parat. Posaunist Horst Fritz gehört ebenfalls schon lange zu Wagners Musikfreunden. Seine rhythmischen Slides und gehaltenen Grundtöne bilden eine gute Basis für die Holzbläser. Ebenso wie der markant agierende Friedemann Fuchs und sein typisches lyrisches Sopransaxofonspiel. Im Mittelpunkt steht fast immer Joe Luis mit seiner strahlenden Trompete. Wenn es sein muss, kann er auch noch eine zweite Stimme mit einer parallel gespielten Trompete hinzufügen. Ergänzt wird die Leadline durch den Klarinettisten Norbert Kistner, der immer wieder reich verzierte Gegenmelodien zur Trompete spielt. Aber auch im Unisonospiel überzeugen die Bläser gekonnt in der Intonation beim "Bugle Call Rag".

Das Schlagzeug bedient mit großer Präzision der Gaggenauer Ringo Hirth. Als er die Gelegenheit zu einem Solo erhält, wird selbst dem musikalischen Laien schnell klar, warum er mit solchen Größen wie Eugen Cicero Schallplattenaufnahmen und Tourneen gemacht hat. Er zählt zusammen mit dem "King" am Piano und Thomas Fritz am Kontrabass inzwischen zur Stammbesetzung bei Auftritten.

Ergänzt werden die "Rhythmusknechte" durch Christian Lassen am Tenorbanjo. Dass er eigentlich ein Gitarrenprofi im Jazzbereich ist, lässt er leider nur einmal kurz mit dem sechssaitigen Instrument aufblitzen. Als ganz alten Kumpel bezeichnete Wagner den Bluesharp-Spieler Wolfgang Dietrich. Dieser zauberte bei zwei Stücken mit seinen Bendings die höchsten Töne aus seinem winzigen Instrument. Die studierte Musikpädagogin Tamara Gies zeigte mit ihrer wunderbar variantenreichen und mit drei Oktaven Tonumfang ausgebildeten Stimme bei den Gesangstücken sehr viel Einfühlungsvermögen in die Texte.

So verging ruckzuck ein abwechslungsreicher Jazzabend mit "King Henry" in der ausverkauften klag-Bühne.

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