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Weiteres Warten auf neue Eigentümer
Die Forbacher Heinrich-Kastner-Jugendherberge sollte im September versteigert werden, Gebote gab es keine. Verhandlungen werden allerdings noch geführt.  Foto: pr
21.11.2017 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - "Die Verhandlungen laufen noch", informiert Matthias Knake vom Auktionshaus Karhausen. Bei der Versteigerung der Heinrich-Kastner-Jugendherberge im Forbacher "Birket" hatte es im September kein Gebot gegeben (das BT berichtete). Dennoch bestehen noch Chancen für den "Nachverkauf". Es gebe einige Interessenten, so der Vorstand der Berliner Karhausen AG. Vier davon hätten die Immobilie besichtigt, sagte er dem BT nach der Versteigerungsaktion.

Mittlerweile ist wieder einige Zeit ins Land gegangen, nach wie vor besteht ein Vertrag mit dem Berliner Auktionshaus, erläutert Karl Rosner, der Geschäftsführer des Landesverbands Baden-Württemberg des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH). Das Gebäude werde aber nicht besser, ein Hausmeister sehe aber nach wie vor nach dem Rechten. Und: "Wir haben Heizöl eingekauft", der Winter steht unmittelbar bevor.

Die Nachnutzung sei noch nicht geklärt, die Forbacher Gemeindeverwaltung sei glleichwohl in dieser Hinsicht sehr kooperativ, so Rosner. Allerdings: "Als Jugendherbergswerk haben wir auch eine Außenwirkungspflicht". Man müsse durchaus aufpassen, an wen das Anwesen verkauft werde, macht Rosner deutlich.

Bis Ende November besteht der Vertrag mit dem Berliner Auktionshaus noch. Bei der Vermarktung der ehemaligen Jugendherberge in Wertheim habe man mit dem Unternehmen gute Erfahrungen gemacht, unterstreicht der Geschäftsführer.

Das Auktionshaus aus der Hauptstadt gilt bundesweit als Experte für die Versteigerung außergewöhnlicher Immobilien; das Angebot werde so weiter gestreut, begründet Rosner den Vermarktungsauftrag an die Berliner. In den vergangenen Jahren wurden rund 700 Bahnhöfe, Schlösser und eine große Zahl an Waldflächen vermarktet, wirbt das Unternehmen für sich. Die Heinrich-Kastner-Jugendherberge sollte bei der Herbstauktion an den Mann gebracht werden, was bislang scheiterte. Eigene Verkaufsversuche seitens des Jugendherbergswerks hatten nicht zum Erfolg geführt.

Das Berliner Auktionshaus setzte bei der Herbstauktion ein Mindestgebot von 198000 Euro für das Gesamtareal (zuzüglich Courtage) als einen "realistischen Preis" an. Auf dem Forbacher Areal steht ein zwei- bis dreigeschossiger Gebäudekomplex mit knapp 900 Quadratmetern Nutzfläche. Die Jugendherberge sei vollständig eingerichtet und betriebsbereit. Trotz des Leerstands seien kaum Schäden sichtbar. Neben dem Hauptgebäude mit Anbau und dem Massivholz-Pavillon finden sich ein Spielplatz, Sportanlagen und ein Grillplatz auf dem knapp 6000 Quadratmeter großen Grundstück.

Das Haus mit 74 Betten in 15 Zimmern wurde zum Jahresende 2016 geschlossen. Als Gründe nannte der DJH-Landesverband einen Investitionsstau in zweistelliger Millionen-Höhe und die negative Entwicklung der Herberge in den vergangenen Jahren. Wegen der wirtschaftlich schlechten Lage hat der Vorstand des DJH-Landesverbands bereits im November 2014 entschieden, das Haus ab 2015 nur noch als Sommerhaus vom 1. April bis zum 30. November offen zu halten. Der Beschluss hatte aber nicht den erwünschten Effekt erzielt. 2012 war das Heinrich-Kastner-Haus 50 Jahre alt geworden. Im Juli 2010 erhielt es als erste Jugendherberge im Landesverband das "Graslöwen"-Umweltzertifikat. Nach Ablauf des Vertrags, sollten die Aktivitäten des Auktionshauses nicht doch noch von Erfolg gekrönt sein, müsse man sehen, wie es weitergeht. "Wer zuerst kommt, der erhält den Zuschlag", so Rosner.

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