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Die Ursache liegt im Untergrund
Seit 1989 ist die Festhalle in Langenbrand in Betrieb. Mittlerweile hat sie Setzungsschäden.  Foto: Gareus-Kugel
23.11.2017 - 00:00 Uhr
Forbach (vgk/mm) - Seit geraumer Zeit machen sich Setzungsschäden an der Festhalle Langenbrand bemerkbar, ohne zunächst erkennbare Ursache. Seit 2014 werden diese beobachtet. Bei im Jahr 2016 durchgeführten geotechnischen Untersuchungen wurden Schäden an der darunter liegenden Verdolung des Grundbächles als mögliche Gründe entdeckt.

In einem Zeitraum von einem Jahr, ab Juli 2016 gerechnet, setzte sich die Halle an einigen Punkten bis zu einen Zentimeter. Die Absenkungen der Vorjahre betrugen rund vier Zentimeter (das BT berichtete).

Die erste Sondierung des Kanals brachte nicht das ganze Ausmaß der Schäden zutage. Nachdem Schutt entfernt war, konnte eine erneute Untersuchung in diesem Jahr stattfinden, die das gesamte Schadensausmaß erst offenbarte. Der Kanal ist abschnittsweise eingebrochen, weitere Einbruchgefahr besteht.

Das Grundbächle wurde in den 1960er Jahren auf einer Länge von rund 300 Metern, beginnend oberhalb des Feuerwehrgerätehauses, am Ende der Sägmühlstraße, bis zum Auslauf nordwestlich der alten B462 unterirdisch kanalisiert. Durch das Grundstück, auf dem die Festhalle steht, verläuft der Bach, unter der südlichen Gebäudewand. In diesem Bereich sind deutliche Risse in der Stahlbetonwand zu sehen. Auch von klemmenden oder schlecht schließenden Türen und Fenstern wird berichtet.

Man habe damals gewusst, wohin die Halle gebaut werde, erläutert Langenbrands Ortsvorsteher Roland Gerstner. Er berichtet, dass bevor die 1989 eingeweihte Halle errichtet wurde, das dortige Gelände, ein ehemaliger Schuttplatz, zunächst freigeräumt werden musste. Nach dem erfolgten Bodenaustausch wurde dann die Fläche befestigt und nochmals die Statik geprüft sowie eine Betondecke über das Bächle betoniert. Dass tiefer im Untergrund Schäden entstehen, damit habe keiner gerechnet, erläutert der Orstvorsteher.

Über die Neuverdolung wird der Forbacher Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag entscheiden. Zwei Sanierungsvarianten stehen zur Auswahl, eine offene als Graben oder unterirdisch als Rohr.

Egal, für welche Variante sich das Gremium entscheidet, dass etwas gemacht werden muss ist klar. Ebenso, dass die Sanierungsarbeiten keinen Aufschub dulden.

Und billig wird die ganze Angelegenheit auch nicht werden. Die Kostenansätze liegen (inklusive Sicherung des alten Kanals) bei 1273000 Euro (offen) oder 1535000 Euro (Rohr).

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