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"Es ist immer so familiär und gemütlich hier"
27.11.2017 - 00:00 Uhr
Von Margrit Haller-Reif

Forbach - Nebelschwaden umwehen den idyllisch gelegenen Forbacher Höhenortsteil Herrenwies. Umso heller glänzen die Lichter, die den Weg zu einem der ersten Adventsmärkte in der Region und damit zum Biergarten des Gasthauses "Waldesruh" weisen. Und parallel dazu zu einer wunderbaren Krippenausstellung in der Alten Kirche Herrenwies einladen.

Hermann Müller vom Verein "Kulturerbe Schwarzwaldhochstraße" hat sie mit Bedacht liebevoll zusammengestellt und tatkräftig unterstützt von einheimischen "Heinzelmännchen" aufgebaut. In 15 Krippen unterschiedlicher Größe und Ausstattung beleuchtet das Licht in der Alten Schule die handwerklich kunstvolle, szenische Darstellung der Weihnachtsgeschichte in allen Farben. Sie stammen vielfach aus der Region, aber auch aus Afrika und dem Orient, haben ihren Platz gefunden zwischen Krippen der alpenländisch geprägten oder Südtiroler Machart.

Die knorrige Wurzelkrippe der Familie Maurer aus Herrenwies, in Eigenarbeit einst von Vater Herbert gefertigt, ist neu in der Ausstellung, ebenso wie die afrikanische Hauskrippe aus Altschweier. Der stehende Hirte mit den Gesichtszügen von Pfarrer Hemberger, genannt der "Schwarzwald-Blitz", in der Krippe St. Antonius Herrenwies lässt schmunzeln.

Recycling-Taschen und Deko-Artikel aus Holz

Am farbenprächtigen Detailreichtum der ausladenden orientalischen Krippe nach Münchner Laubsäge-Vorlagen kann sich das Auge kaum sattsehen. In der mehrteiligen Krippe, einer Leihgabe von Adelbert Jost aus Altschweier, sind Szenen aus dem religiösen und dem Alltagsleben des Orients abgebildet und die winzigen Figuren teils über 100 Jahre alt.

Im weihnachtlich geschmückten Biergarten der "Waldesruh" warten weitere Sinneseindrücke auf die Besucher. Pfiffige Ideen hat Andrea Brandstetter aus Lauf in ihren bunten Recycling-Taschen und Deko-Artikeln aus Holz umgesetzt. Seit seinen Anfängen, sprich seit 14 Jahren, baut sie im "Waldesruh"-Biergarten ihren Stand auf, "es ist immer so gemütlich-schnuckelig hier." Und obendrein (fast) "Alles selbst gemacht" in der breiten Angebotspalette, zumeist von einheimischen Familien. Auch diese Besonderheit zeichnet den Herrenwieser Adventsmarkt aus.

Seien es geschmackvoll verzierte Adventskränze und -gestecke aus Weißtanne, selbst gebrannte Liköre und Schnäpse oder selbst kreierte Weihnachtsdekoration in vielen Varianten. Bei der Suche nach einem Geschenk wird man hier allemal fündig und zwar im Entspannungsmodus, ohne den üblichen vorweihnachtlichen Einkaufsstress. Als Mitbringsel bieten sich auch frisch geräucherte Forellen aus der Region oder geräucherte Schinken- und Wurstspezialitäten an. Ein Bäcker mit Herrenwieser Wurzeln und seine Frau sind wie jedes Jahr mit einer großen Auswahl an Weihnachtsgebäck wie Cointreau-Gugelhupf, Früchtebrot, Lebkuchenhäuschen und anderen Spezereien vertreten. Auch vegetarische Soßen und eingelegtes Gemüse gehören zu ihrer Produktpalette, Gratis-Versucherle inklusive.

Glühwein, Kinderpunsch, Bratwurst, hausgemachte Kartoffelsuppe und frische Waffeln nach Art des "Waldesruh"-Chefs kitzeln den Gaumen und wärmen den Magen. Einzelne Schwedenfeuer verbreiten zusätzliche Wärme und tragen gleichzeitig zum bodenständig-urigen, familiären Ambiente des kleinen, aber feinen vorweihnachtlichen Marktes bei. Ja, und dann fing es plötzlich an zu schneien.

Pulvriger Zuckerguss pünktlich zu seiner nunmehr 14. Auflage. Folglich muss auch Petrus ein Herz für den heimeligen Herrenwieser Adventsmarkt haben.

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