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Noch keine Nachfolger: Fusion oder Auflösung?
Trotz Personalproblemen ist die Langenbrander Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins gut aufgestellt. Bei der Versammlung werden treue Mitglieder geehrt.  Foto: Haller-Reif
28.11.2017 - 00:00 Uhr
Forbach (mhr) - Der Nebensaal im Gasthaus "Ochsen" in Langenbrand war fast vollständig besetzt bei der Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Langenbrand des Schwarzwaldvereins. Die Mitglieder wissen um die schwierige personelle Situation. Gleichwohl ist die Ortsgruppe Langenbrand mit aktuell 214 Mitgliedern grundsätzlich gut aufgestellt.

Der Geschäftsbericht, den der Vorsitzende Michael Wörner in Vertretung von Wanderwartin Doris Gerstner verlas, belegt mit vielen Aktivitäten großes Engagement. Bei einer stabilen Kassenlage mit leichtem Plus stand der Entlastung von Kassierer und Vorstandsmitglied Jürgen Gerstner nichts im Wege.

Auch das Wanderprogramm 2017 zeigt: Mit einem attraktiven Angebot wurden die Geschicke des Vereins gut gelenkt. 17 Sonntags- und zwölf Wochentags-Wanderungen wurden durchgeführt, ebenso eine Altpapiersammlung. Die Präsenz von Vereinsvertretern bei Jubiläen und ähnlichen Anlässen ist selbstverständlich, die Instandhaltung von Wegen und Beschilderung und die Landschaftspflegemaßnahmen sowieso. Hier zeugen insgesamt 277 Stunden und über 366 Kilometer Strecke von einem hohen Arbeitsaufwand und Engagement.

Aber Altersstruktur und Krankheit fordern ihren Tribut in der Ortsgruppe und es fehlt, wie andernorts auch, an Nachwuchs. Wenn man als Wegewart seit der Vereinsgründung unschätzbare Dienste für die Ortsgruppe geleistet hat wie der fast 77-jährige Klaus Klumpp, darf man durchaus sagen: Jetzt ist gut. Für Kassierer, Wegewart, Wanderwartin und einen Beisitzer als wichtige Leistungsträger der Ortsgruppe braucht es Nachfolger, nicht zu vergessen zwei neu zu besetzende Posten im Vorstand.

Nachdem die intensive Suche von Michael Wörner nach Kandidaten für eines dieser Ämter bislang scheiterte, droht nun eine Auflösung des Vereins. Als Alternative nannte Wörner die Fusion mit der Ortsgruppe Forbach. Gespräche mit der Vorsitzenden Christel Keller und Beisitzerin Dorothea Polle-Holl seien erfolgt. "Wir sind sehr bemüht, eine Auflösung zu verhindern und alle anstehenden Fragen zu klären."

Vorstandsmitglied Andreas Brucker erläuterte die weitere Vorgehensweise: Zunächst werde mit Nachdruck versucht, Mitglieder zu finden, die bereit sind, die vakanten Posten zu besetzen. Sollte dies nicht der gelingen, wird die Möglichkeit einer Fusion stärker ins Auge gefasst. Im allerschlimmsten Fall werde man über eine Auflösung der Ortsgruppe nachdenken müssen. Gerhard Feist, der ehemalige Weisenbacher Bürgermeister, verband seine Grußworte mit einem eindringlichen Appell. Seiner Meinung nach wäre es jammerschade, wenn es mit dem Verein nicht weitergehen würde: "Dann wären wir ja heimatlos!" Fest steht für ihn aber auch: "Es wird auch mit den Schwarzwaldvereinen so nicht weitergehen in der Zukunft."

Ortsvorsteher Roland Gerstner sprach seinen Dank aus für all das Geleistete, auch er in der Hoffnung, dass es weitergehen möge. "Sie alle tun sehr viel für unsere Gäste und ebenso für die einheimischen Wanderfreunde", hob Bürgermeisterin Katrin Buhrke die Verdienste der Ortsgruppe hervor. "Ich wünsche mir sehr, dass in 2018 eine Lösung präsentiert werden kann, die für den Verein gedeihlich ist." Diesem Wunsch schloss sich auch der Bezirksvorsitzende Hermann Wieber an.

Bei der Versammlung wurden treue Mitglieder gewürdigt. Für 25 Jahre im Schwarzwaldverein wurden Manfred und Ratchanee Merkel, Rosina Schäfer und Maria-Anna Wienold geehrt. Auf eine 40-jährige Mitgliedschaft blicken Birgit Ruckenbrod, Heinz und Heidi Schaub, Horst Schoch, Silke Wörner-Schoch, Friedebert und Monika Keck zurück.

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