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Der "Kraftakt" ist fast gemeistert
29.11.2017 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Im neuen Saal des Helmut-Dahringer-Hauses hat der Verein Gaggenauer Altenhilfe gestern seine Mitgliedversammlung ausgerichtet. Noch immer sind Handwerker in dem Gebäude unterwegs. Doch Vorsitzender Christof Florus versprühte Zuversicht: "Wir sind auf einem guten Weg." Dies meinte er nicht nur mit Blick auf die Sanierung und den Umbau des Gebäudekomplexes an der Bismarckstraße, sondern gerade mit Blick auf die Entwicklung des Vereins als Dienstleister und Arbeitgeber.

"Viel Geduld, Verständnis, Kraft und Durchhaltevermögen" attestierte der OB Bewohnern und Mitarbeitern: "Es war schon ein Kraftakt, den Eröffnungstermin zu halten und endlich wieder unsere Bewohner aus dem Ausweichquartier in Gernsbach in ihr Dahringer-Haus zurück zu holen."

Das Haus solle eine Stätte der Begegnung, der Kommunikation und des Miteinanders sein: "Ein Haus, das die Menschen über die Generationen hinweg zusammen bringen, den Zusammenhalt unserer Gesellschaft fördern, und ein wichtiger Baustein der sozialen Stadt Gaggenau sein möchte, eben ein ,Quartiershaus'". Es verfügt über 71 betreute Wohnungen in unterschiedlichen Größen; bis Ende des Jahres würden fast alle bezogen sein. Im Erweiterungsbau sollen die Arbeiten bis zum Sommer beendet sein.

Im Frühjahr werde, so der OB, die Tagespflege für 16 Menschen in Betrieb gehen. "Auch freuen wir uns, dass im Frühjahr unser ambulanter Dienst in seine neuen Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Erweiterungsbaues einziehen kann."

Mit dem Bezug der Wohngemeinschaft der Lebenshilfe im Sommer 2018 werde die Sanierung des Helmut-Dahringer-Quartiershauses beendet sein. "Auch hier gehen wir neue Wege in der Pflege", erläuterte der OB, durch dieses Inklusionsprojekt könne man Menschen mit einer Behinderung und Pflegebedarf Wohnraum bieten.

Das Gerhard-Eibler-Haus, das nun zweieinhalb Jahre in Betrieb ist, sei Beweis dafür, dass ein Pflegeheim nicht "nach den klassischen Mustern betrieben werden muss", sondern dass sich Menschen in einer familiären Atmosphäre, in Eigenverantwortung am gemeinsamen Leben beteiligen könnten.

Florus richtete auch ein Augenmerk auf das sich "deutlich verstärkende Problem des Fachkräfte- und Arbeitskräftemangels". Die Beschäftigten in der Pflege und auch bei der Gaggenauer Altenhilfe seien im Durchschnitt älter als die Beschäftigten in der Gesamtbevölkerung.

Gesamtheimleiter Peter Koch ging ebenfalls auf die Personalsituation an Pflegekräften ein: Von den derzeit rund 270 Mitarbeitern der Gaggenauer Altenhilfe werden 130 in den nächsten 15 Jahren in Ruhestand gehen - und dies angesichts eines wachsenden Bedarfs an qualifiziertem Personal.

Für den Beginn des Jahres kündigte Koch Peter Koch die Einführung der elektronischen Assistenz-Systeme an - zunächst für die 71 Wohnungen, langfristig für alle 220 Kunden der ambulanten Dienste. Dies könne ermöglichen, dass Menschen länger in ihrem Zuhause bleiben können.

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