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Toni Huber gibt in vierter Amtszeit den Rhythmus vor
Papa Matthias Krieg und Sohn Leon unterstützen Bürgermeister Toni Huber rhythmisch bei der Amtseinführung.  Foto: Mack
30.11.2017 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - In der Mitte gibt ein lachender und singender Toni Huber an der großen Trommel den Rhythmus vor, flankiert von Matthias Krieg und dessen Sohn Leon - ein stehendes Publikum und das gemeinsame Badner Lied mit der Auer Musikkapelle - so endete am Dienstagabend eine besondere Gemeinderatssitzung. In der Festhalle war der alte und neue Bürgermeister Toni Huber in seine vierte Amtszeit eingeführt worden.

Bürgermeister-Stellvertreter Uwe Rothenberger eröffnete die Sitzung mit dem einzigen Tagesordnungspunkt. Er konnte zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeisterkollegen sowie Vertreter aus Gewerbe, von Institutionen und Vereinen begrüßen.

Die Amtsverpflichtung nahm Gottfried Lang als dienstältester Weisenbacher Gemeinderat vor. Zuvor hatte er eine Rückschau auf die vergangenen acht Jahre Amtszeit und die realisierten Projekte gehalten.

Das Wahlergebnis von 97,5 Prozent der abgegebenen Stimmen am 24. September dürfe Huber als Vertrauensbeweis und Würdigung für seine bisherige Arbeit in der Gemeinde sehen. Die sachliche und ruhige Lokalpolitik werde auch in Zukunft zum Erfolg führen.

Mit launigen und heiteren Worten, gespickt mit einigen Anekdoten aus dem kommunalpolitischen Alltag Hubers, würdigte Landrat Jürgen Bäuerle dessen Verdienst für die "kommunale Familie" im Landkreis. Der "neue Alte im Murgtal" ist jetzt der dienstälteste Bürgermeister dort, ein Urgestein und Vorbild für die jungen Kollegen, ein Schrittmacher für die Weiterentwicklung von Murgtal, Landkreis und Region. "Toni Huber tut der Gemeinde gut, und Weisenbach tut dem Toni gut", lautete die Einschätzung des Landrats. Bäuerle beschrieb die "märchenhafte Geschichte" Toni Hubers, dessen Herzenswunsch es war, Bürgeremeister zu werden. Die Geschichte vom "Toni im Glück" findet ein vorläufiges Happy End. Mit Lachen und viel Applaus quittierte das Publikum in der voll besetzten Festhalle den märchenhaften Schluss der Ausführungen Bäuerles, dass der Bürgermeister und die Seinen "ihr Reich an der Murg weiter in Frieden und Seligkeit beherrschen".

Pfarrer Thomas Holler sprach für die Kirchengemeinden und die Vereine. Der Weg der Politik solle der Mensch sein, sagte er in Abwandlung eines Zitats vom Papst Johannes Paul II. Die Verantwortlichen sollten sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren, eine lebendige Dorfgemeinschaft sei wichtig. Sie motiviere und fördere das bürgerschaftliche Engagement.

Die Orientierung an der Sache habe immer im Mittelpunkt seines Handelns gestanden, sagte der neue und alte Bürgermeister bei seinen Dankesworten. Viele große Aufgaben warten noch auf Erledigung, diese könnten nur nach und nach angegangen werden. Der Gemeinderat werde bei einer Klausurtagung im Frühjahr 2018 die Prioritäten setzen.

Er sei nicht harmoniesüchtig, es sei ihm aber immer wichtig, gemeinsam mit Mitarbeitern, Gemeinderat, Kirchengemeinden, Schule, Feuerwehr und Vereinen die Gemeinde weiterzuentwickeln. Sein Dank galt seiner Familie, die ihm immer Rückendeckung gegeben habe. Nach der Wahl wollte er mehr Rücksicht auf sie nehmen, das sei ihm aber nicht gelungen und werde es auch nicht in den kommenden Monaten. "Aber der Wille zählt doch auch", dieser Spruch wurde mit Heiterkeit quittiert.

Die Amtseinführung wurde mit passenden Stücken von der Musikkapelle Au unter Leitung von Adrian Bauer sowie dem Chor der "Eintracht" Au umrahmt.

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