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Langsam ein gutes Doppel
Die Spielgemeinschaft aus Loffenau und Selbach darf sich zumindest auf der Rückseite der neuen Trikots als solche bezeichnen. Offiziell firmieren die zwei Teams als TSV Loffenau. SG Loffenau/Selbach
01.12.2017 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Loffenau - Langsam bilden sie ein "gutes Doppel" und kommen in Form: die Tischtennisspieler des TSV Loffenau und des TB Selbach. Beide Abteilungen standen mangels Spielern kurz vor dem Aus. Im Sommer rauften sie sich aber rechtzeitig vor der Meldefrist zusammen und treten nun gemeinsam in der Kreisklasse B und D (das BT berichtete) an. "Anfangs lief es noch nicht so gut. Aber langsam wird es", meint Peter Loch als Motor der Loffenauer und findet, "die Spieler aus beiden Vereinen passen zusammen."

Nach dem Fehlstart der neu gebildeten ersten Mannschaft mit 2:8 Punkten kommt das Sextett in Schwung. Drei Siege in Folge hievten das Team mit inzwischen 8:10 Punkten auf Platz sechs und damit ins Mittelfeld der dritttiefsten Liga. "Wir hatten viele Verletzte, dazu kommen die Schichtarbeiter, die je nach Dienst nicht in jeder Woche an die Platte gehen können", berichtet Loch von den Anlaufproblemen der Spielgemeinschaft. Mittlerweile punkten aber die Selbacher Thomas Schiel und Roland Reiter auf den Positionen zwei und vier sowie als Doppel ebenso zuverlässig wie Spitzenspieler Timo Spahn und seine Kameraden Uwe Hennig und Sascha Lanz als alteingesessene Loffenauer. Und die altgewohnten Doppel Lanz/ Spahn sowie Reiter/Schiel sind sowieso eine Bank. Aber auch die neue Loffenau-Selbach-Formation Hennig und Adrian Reiter harmoniert und ist bis dato sogar ungeschlagen.

Offiziell firmiert der Verbund jedoch nicht als Spielgemeinschaft - anders als im Fußball oder Handball sind diese im Tischtennis untersagt. Deshalb treten die Aktiven unter TSV Loffenau an und werden so in den Tabellen geführt. Auf den neuen Butterfly-Trikots prangt allerdings der Schriftzug "SG Loffenau/Selbach", betont Loch und verweist darauf, dass Bezirks-Boss Klaus Wallner (Ottenau) das gewohnt wohlwollend absegnete. Ansonsten hätten dem Bezirk Rastatt/Baden-Baden womöglich der Verlust der Vereine zwei und drei binnen weniger Jahre im Murgtal gedroht: Die Tischtennis-Abteilung des TV Obertsrot hatte sich bereits vor längerem aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. Die verbliebenen wenigen Spieler verteilten sich damals auf den TV Gernsbach und die Spvgg Ottenau.

Dass der TSV trotz der Quasi-Fusion, wie man es nennen kann, in Habachtstellung bleiben sollte, weiß Loch. Von den einst 30 Jugendlichen, die er als Nachwuchscoach 2009 für die schnellste Rückschlagsportart begeistert hatte, sind nur noch drei übriggeblieben. Alle, die in den Erwachsenenbereich kamen, hörten auf oder zogen als Studenten weg aus Loffenau. "Im Dezember habe ich eine Knie-OP. Dann habe ich Zeit, um mir Gedanken über die Zukunft zu machen", sagt der "Mr. Tischtennis" des Örtchens. Eine vage Idee mit einem "Programm" hat er bereits. Der Hauptverein beschäftigt derzeit mit Luca Seeger in den Bereichen Fußball und Turnen einen "Bufdi". Der sportlich Begabte könne in seinem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) womöglich auch Tischtennis an der Schule als AG anbieten, hofft Loch auf bessere Zeiten für seinen Sport.

Senioren als Option für die Zukunft

Einstweilen gelten selbst Senioren als Option für die Zukunft. Mit dem Oberweierer Rudi Rosso entdeckte ein 67-Jähriger die Liebe zum Hochgeschwindigkeits-Ballsport und schloss sich dem TSV an. "Er hat auch schon zweimal in der Reserve in der D-Klasse gespielt", freut sich Loch über die verbreiterte Basis seiner Vierermannschaft, die aktuell mit 5:3 Punkten auf Rang zwei liegt.

Großartig am Tischtennis ist vor allem eines, zeigt nicht nur Rudi Rosso: Man kann die Sportart, auch wenn die Leistung mit zunehmendem Alter über 30 nachlässt, sehr lange ausüben. Es gibt starke Senioren, die trotz ihrer knapp 80 Lenze manchem quirligen Jungspund das Leben an der Platte schwermachen. Insofern sollten die 16 bisher eingesetzten Akteure aus Loffenau und Selbach eine ganze Weile mit zwei Mannschaften überleben können ...

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