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"Wandel, Fusion und Abschied"
Das Gemeindehaus (links) wird verkauft, dasPfarrhaus (daneben) bleibt im Eigentum der Kirche. Foto: Senger
05.12.2017 - 00:00 Uhr
Von Elke Rohwer

Gaggenau - Groß war das Interesse an der evangelischen Gemeindeversammlung am Sonntag im Kirchengemeindezentrum in Ottenau. Schließlich ging es um die Zukunft der evangelischen Kirchengemeinde in der Gesamtstadt, um den Abschied von Gebäuden in Gaggenau, Ottenau und Bad Rotenfels, aber auch um bauliche Pläne des neuen Gemeindezentrums auf dem Areal der Markusgemeinde.

"Vieles ist im Wandel", sagte Versammlungsleiter Folker Hahn mit Blick auf den Architekturwettbewerb, den die Kirchengemeinde für das neue Gemeindezentrum initiiert hatte. Von den sieben eingereichten baulichen Entwürfen hatte das Planungsmodell des Freiburger Architekturbüros MoRe die Jury überzeugt.

"Der Landeskirche ist es bewusst, dass sich die evangelische Gemeinde durch Wandel, Fusion und Abschied in einem schwierigen und emotionalen Prozess befindet", sagte Jürgen Schlechtendahl, Leiter des Bereichs Kirchenbau der Evangelischen Landeskirche Baden und Evangelischer Oberkirchenrat in Karlsruhe. Bevor der Entwurf von der Architektin Fee Möhrle vorgestellt wurde, beschrieb Schlechtendahl den Auftrag an die Architekturbüros. So sei es dem Kirchengemeinderat wichtig, dass das Gebäude barrierefrei ist und dass es zum Schutz vor Hochwasser leicht erhöht gebaut wird. Auch die Gestaltung der Grünflächen liege ihm am Herzen, vor allem aber auch, dass zwischen dem neuen Gemeindehaus und der Markuskirche ein verbindendes Element sein solle.

Anschließend stellte die Architektin den Entwurf vor. Vorgesehen ist ein zweigeschossiges winkelförmiges Gebäude, ausgestattet mit einem großen, teilbaren Saal, Räumen für das Pfarramt, einer Küche, Toilettenanlagen, Gruppen- sowie einem Jugendraum. Zwischen Kirche und Gemeindezentrum soll es einen Übergang geben. Wer die Pläne im Ottenauer Gemeindehaus einsehen möchte, hat dafür die kommenden zwei Wochen, nach telefonischer Vereinbarung, Gelegenheit.

Jutta Walter, Vorsitzende des Kirchengemeinderats, informierte über die künftige Parksituation. "Direkt am Neubau werden drei Behindertenparkplätze eingerichtet. Weitere 27 Parkplätze stehen auf dem Annemasseplatz zur Verfügung."

Wegen der geänderten Örtlichkeiten für das Gemeindecafé während der Herbstmesse ist Walter derzeit im Gespräch mit der Stadtverwaltung. "Wir haben die Zusage, dass wir die Jahnhalle auf jeden Fall bis 2021 dafür nutzen dürfen", versicherte Walter.

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