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Keine gefährlichen Überbleibsel aus Kriegszeiten
Die Bauarbeiten für das neue Wasserwerk Schwarzenbach oberhalb der Talsperre haben bereits begonnen, ruhen aber derzeit aufgrund des Wintereinbruchs.  Foto: Haller-Reif
08.12.2017 - 00:00 Uhr
Forbach (mm) - Die Holzfäller waren bereits da, ein Bagger hat erste Vorarbeiten begonnen. Doch derzeit schiebt der Winter den Arbeiten für das neue Wasserwerk Schwarzenbach einen weißen Riegel vor.

Wurzelstöcke sind entfernt, und ein Teil der Baustraße ist angelegt. Auch wurde das Gelände auf eventuelle Blindgänger überprüft, denn die Schwarzenbachtalsperre war im Zweiten Weltkrieg bombardiert worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst beim Regierungspräsidium Stuttgart wertete dafür Luftaufnahmen aus. Bei einem begründeten Verdacht, und der liegt bei der Talsperre vor, muss die Gemeinde dann das Baufeld freimessen lassen, erläutert Ortsbaumeister Oliver Dietrich. Mit Metalldetektoren wurde das Gelände von einem von der Gemeinde beauftragten Unternehmen kontrolliert. Es fanden sich keine gefährlichen Überbleibsel aus Kriegszeiten.

Die Baumaßnahme hat ein Gesamtvolumen von 2,2 Millionen Euro. Ein Zuschuss von rund 1,4 Millionen Euro ist bewilligt. Das neue Wasserwerk trage maßgeblich zur Verbesserung der Trinkwasserqualität in der Murgtalgemeinde bei. Erster Abschnitt dafür ist die Sanierung der Fliegenlochquelle, der Neubau mit Entsäuerungs- und Ultrafiltrationsanlage sowie die Erneuerung der Druckunterbrecherschächte auf der Strecke Schwarzenbach bis zum Hochbehälter Lindenhalde. Die Quelle stellt die einzige Versorgung für den Kernort Forbach und Raumünzach dar. Als Ziel gilt, die ortsnahe Wasserversorgung auf sichere Beine zu stellen.

Forbach hat eine eigenständige Wasserversorgung. Zehn Quellen speisen in der Gesamtgemeinde neun Ortsnetze. Leitungssysteme, Hochbehälter und Filteranlagen müssen mehrfach unterhalten werden. Bei einem Vor-Ort-Termin konnten Bürgermeisterin Katrin Buhrke sowie Vertreter der Baufirma Reif den Startschuss oberhalb der Talsperre geben. Nach der erfolgten Sanierung könne die Dauerchlorierung des Versorgungsnetzes "Fliegenlochquelle" eingestellt werden. Die veraltete Technik der Wasserversorgung mache es vor einer Sanierung nicht möglich, die immer wieder auftretenden Verkeimungen des Quellwassers auszugleichen. Die Dauerchlorierung müsse bis zum Abschluss der Arbeiten beibehalten werden, informiert die Gemeindeverwaltung. Diese geht davon aus, dass Ende 2018 der Probebetrieb aufgenommen werden kann. Nach Inbetriebnahme des neuen erfolgt der Rückbau des alten Hochbehälters.

Wenn die Witterung es zulässt, soll es laut Dietrich im Frühjahr 2018 zeitig "mit Vollgas" an die Arbeit gehen.

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