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Ideen für den Natur- und Kulturraum
Typische Murgtäler Heuwiesen-Idylle bei Forbach- Langenbrand. Foto: av/Wolfgang Roth
15.12.2017 - 00:00 Uhr
Murgtal (tom) - Heuhütten, E-Bikes, Kunst und Lebensqualität in Dörfern: Eine Reihe konkreter Themen stand beim zweiten Regionalforum der Leaderkulisse Mittelbaden am Mittwochabend auf der Tagesordnung. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, bilanziert Dr. Antje Wurz die Veranstaltung im Feuerwehrhaus in Weisenbach-Au.

50 Teilnehmer, "mehr als beim ersten Regionalforum im Vorjahr in Varnhalt", freut sich Wurz im BT-Gespräch, "es wurde rege diskutiert, daraus ergaben sich viele weitere Fragestellungen." Insbesondere das Murgtal soll ins Blickfeld gerückt werden. Vier konkrete Vorhaben sollen nun von Projektgruppen bearbeitet werden:

Nutzung der Heuhütten im Murgtal. Sie könnten insbesondere für touristische oder Freizeitnutzung infrage kommen - also für Heuübernachtungen oder als Vesperhütten. Allerdings stehen diesen Ideen naturschutzrechtliche Bedenken gegenüber.

Zu Beginn des neuen Jahres soll sich eine Expertenrunde aus den beteiligten Behörden bilden. Ziel ist, einen Leitfaden zu erarbeiten, wie Heuhütten genutzt und damit vor dem Verlottern geschützt werden können. Deren Lage in Naturschutzgebieten oder in Außenbereichen mit landschaftsschützerischer Rahmenplanung werden aber vielen Ideen einen Riegel vorschieben. Gleichwohl gebe es Bereiche, die davon unberührt sind. Auch als Unterstände für Vieh oder Geräteschuppen bei der Landschaftspflege könnten die Hütten genutzt werden, aber auch hier gebe es noch Klärungsbedarf.

Wurz betont: Es bestehe ein großer Wille, "dass im Bereich der Heuhütten sich etwas entwickelt".

Ladestationen für E-Bikes. "Erfreulich konkret", so Wurz, wurde für die Tour de Murg eine Liste von sieben bis zehn Ladestationen erarbeitet, meist in Verbindung mit einem Spielplatz oder Bewirtungsmöglichkeit. Da die Leaderkulisse Mittelbaden hinter Forbach endet, sei eine Kooperation mit der benachbarten Leaderkulisse und mit Kommunen denkbar. Als Projektträger könnten ebenfalls Kommunen und der Landkreis infrage kommen. Diese hätten bereits Bereitschaft signalisiert. Denkbar sei auch eine Streckenführung zum Kaltenbronn, wo ebenfalls eine Ladestation eingerichtet werden könnte.

Vernetzung von Kulturprojekten und Weiterentwicklung des Kunstpfads in Herrenwies. In Sachen Kunstförderung habe das Murgtal Nachholbedarf gegenüber dem Leader-Teilbereich Rebland. Künstler der Region waren am Mittwoch dabei. Man wolle "an einem Strang ziehen", zeigt sich Wurz zuversichtlich. Ein Vorhaben sei, bei Herrenwies einen Kunstpfad dauerhaft zu etablieren. Als problematisch gilt die Tangierung von Nationalpark-Terrain und weiteren Grundstücken. Der Kunstpfad soll mit einem Kultur-Café verbunden werden.

"Lebensqualität im Dorf". Hier gibt es bislang keine Projekte. Ein Vorhaben könnte sein, in Gernsbach-Reichental die Grundversorgung zu stärken. Dort schließt Ende des Jahres die Bäckerei, Bedarf sei also vorhanden. Aus Reichental waren am Mittwoch ebenfalls Teilnehmer beim Regionalforum. Es werde überlegt, in Reichental einen "Bürgerrat" einzurichten. Um einen neuen Einkaufsladen zu etablieren, sei genossenschaftliches Engagement Voraussetzung. Die Reichentäler wollen sich deshalb mit Leiberstung kurzschließen.

Dieser Sinzheimer Stadtteil sei ähnlich groß wie Reichental und verfügt über einen Genossenschaftsladen. Räume wären auch in Reichental vorhanden, allerdings nicht in der nun schließenden Bäckerei, gibt Wurz zu bedenken. Punkten könne das Dorf aber damit: "In Reichental gibt es ein sehr gutes Vereinsleben."

Auch von den Erfahrungen des DORV-Projekts in Bühl-Eisental könnte man im Gernsbacher Stadtteil profitieren. In Staufenberg gibt es bereits eine Initiative zur Einrichtung eines Dorfladens.

Zu den Referenten am Mittwoch zählte Weisenbachs Bürgermeister Toni Huber. Er berichtete vom dortigen Bürgernetzwerk "Helfende Hände". Der Termin für das nächste Regionalforum steht noch nicht fest. Man strebe einen Tag im nächsten Jahr an, "möglichst nicht in der Adventszeit", so Wurz abschließend.

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