http://www.badisches-tagblatt.de/Sportlerwahl/
Weinbergstraße dominiert auch 2018
Weinbergstraße dominiert auch 2018
15.12.2017 - 00:00 Uhr
Weisenbach (stj) - Bürgermeister Toni Huber hat gestern Abend den Haushalt 2018 eingebracht. Dieser ist erstmals in Doppik angelegt, also in einer kaufmännischen Rechnung - der neuen Haushaltsform, welche die Kameralistik ablöst. Das bedeutet, dass die Geldströme der Gemeindeverwaltung nicht mehr in Vermögens- und Verwaltungshaushalt geplant werden, sondern in Finanz- und Ergebnishaushalt. Für den Bürger ändert dies freilich nichts; er ist in der Regel nur daran interessiert, wie seine Heimatgemeinde finanziell aufgestellt ist, wie hoch die Gebühren sind, die sie erhebt, und in welche Bereiche sie investiert.

1,311 Millionen Euro möchte Huber im kommenden Jahr ausgeben. Neben vielen kleineren Investitionen dominiert die Restfinanzierung zur Sanierung der Weinbergstraße mit 870000 Euro. Ein weiterer dicker Batzen (167000 Euro) soll in den zweiten Bauabschnitt der Rathaussanierung fließen. Für Zuschüsse zu privaten Maßnahmen innerhalb des Landessanierungsprogramms sind 100000 Euro sowie weitere 40000 Euro Planungskosten für die Instandsetzung des Bergwegs vorgesehen. In seiner Haushaltsrede kündigte Huber gestern im Gemeinderat zudem an, eine E-Ladestation vor dem Rathaus für 24000 Euro errichten zu wollen und 20000 Euro für den Breitbandausbau des Landkreises beizusteuern. Auf der Einnahmenseite rechnet der Bürgermeister mit Zuschüssen in Höhe von 647000 Euro, mit Beiträgen von 25000 Euro und mit Erlösen aus Grundstücksverkäufen von 146000 Euro.

Finanziell hat die Gemeinde zwei Probleme: Zum einen die Tatsache, dass die Gewerbesteuer bei rund 250000 Euro stagniert, zum anderen, dass die Personalaufwendungen - insbesondere durch die Erweiterung der Krippenbetreuung - in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen sind und gegenüber 2017 noch einmal um 7,7 Prozent (auf rund 1,876 Millionen Euro) anziehen. Dennoch könne man den Haushalt 2018 ohne Kredite stemmen und sogar ein Plus erwirtschaften: "Der Ergebnishaushalt mit ordentlichen Erträgen in Höhe von 5,916 Millionen Euro und geplanten ordentlichen Aufwendungen in Höhe von 5,880 Millionen wird ein positives Ergebnis von 36000 Euro erzielen." Damit können laut Huber sämtliche Abschreibungen erwirtschaftet werden, womit man dem Prinzip der generativen Gerechtigkeit nachkomme. Das heißt, jede Generation soll die von ihr verbrauchten Ressourcen mittels Entgelten und Abgaben wieder ersetzen und nicht künftige Generationen damit belasten.

Wie Huber weiter mitteilte, werde man durch die geplanten Kredittilgungen (106000 Euro) den Schuldenstand der Gemeinde auf knapp unter 1,5 Millionen Euro senken - das entspricht einem Betrag von 597 Euro je Einwohner. Das ist etwas über dem Landesdurchschnitt von Gemeinden vergleichbarer Größenordnung.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Weisenbach
Nächste Etappe beim Großprojekt

20.12.2017
Nächste Etappe für Weinbergstraße
Weisenbach (mm) - Die Sanierung der W′einbergstraße ist der größte Bauauftrag in der Geschichte Weisenbachs. Dort wurde mit Asphaltierungen und dem Setzen von Mauerscheiben eine weitere Etappe absolviert. Nach Weihnachten ist eine Baupause bis 15. Januar geplant (Foto: Wörner). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Zum Tag der Verkehrssicherheit finden aktuell Verkehrskontrollen statt. Es soll vor allem auf die Gefahren von Ablenkung am Steuer durch Handys aufmerksam gemacht werden. Finden Sie das gut?

Ja, mehr davon!
Ja,
Nein.


Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen