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20.12.2017 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red/tom) - Am heutigen 20. Dezember ist es genau 50 Jahre her, dass der letzte in Gaggenau gebaute Lastwagen das Benzwerk verließ. Es war ein großer Einschnitt in die Produktionsgeschichte am Standort -und gleichzeitig Wegmarkierung in die Zukunft - hin zum Komponentenlieferanten.

Insgesamt, so berichtet Daimler, waren seit der Fusion von Daimler und Benz im Jahr 1926 115792 Lkw mit dem Stern in Gaggenau gebaut worden. Ab 1926 bis etwa 1934 wurden in Gaggenau alle Daimler-Benz-Lkw und Busfahrgestelle montiert.

Ab 1895 waren in "Bergmanns Industriewerken" Automobile gebaut worden. Als zehn Jahre später Georg Wiss seine "Süddeutsche Automobilfabrik" gründete, spezialisierte sich dieser auf Nutzfahrzeuge und Omnibusse. 1907 übernahm Benz-Mannheim die Fabrik und konzentrierte in Gaggenau seinen Nutzfahrzeug-Bereich. Seitdem arbeitet man hier "im Benzwerk". Dies wurde 1911 durch die Umfirmierung in "Benzwerke Gaggenau GmbH" manifestiert.

In der Weltwirtschaftskrise der 20er Jahre verdankte das Gaggenauer Werk dem Dieselmotor das Überleben. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem das Werk völlig zerstört wurde, erfolgte eine Spezialisierung auf Schwere Lastwagen und Omnibusse. Ab 1951 kam der Unimog hinzu.

Ganz neue Wege beschritt man in Gaggenau mit dem "Tausendfüßler" genannten Frontlenker LP333, der von 1958 an gebaut wurde. Mit zwei gelenkten Vorderachsen war er eine maßgeschneiderte Antwort auf die restriktiven neuen Vorschriften des Bundesverkehrsministeriums bei Maßen und Gewichten. Der klassische Hauben-Lkw war damit aber noch lange nicht aus dem Entwicklungsprogramm gestrichen.

1959 stellte Daimler-Benz die neuen "Rundhauber" vor: Die mittelschweren Varianten produzierte das Werk Mannheim. Die schweren, im Export bis in die 1990er Jahre sehr erfolgreich, fertigten bis Dezember 1967 die Gaggenauer.

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