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Spendenziel noch weit entfernt
Johanneskirche Bad Rotenfels: Die Half Past Six Singers und der Kirchenchor des evangelischen Kantorats bei einem Auftritt.  Foto: Archiv
22.12.2017 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Ob die Aufführung des "Messias" am vergangenen Samstag, wie Kantor Walter Bradneck sagte, das letzte Konzert in der Johanneskirche oder das erste Konzert einer neuen Ära war, wird die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall zeigte die Veranstaltung, dass die Menschen Interesse an dem Haus in Bad Rotenfels haben. Ansonsten wäre der Kirchenraum, als Kantor Walter Bradneck mit Solisten, Kammerorchester und großem Chor den ersten Teil des Oratoriums "Der Messias" von Georg Friedrich Händel ins Murgtal brachte, nicht übervoll gewesen.

Ein positives Zeichen also für den Verein "Gebetshaus Bad Rotenfels", in seinen Bemühungen nicht nachzulassen, möglicherweise die Johanneskirche von der evangelischen Kirchengemeinde Gaggenau zu kaufen, um sie als überkonfessionelle Einrichtung betreiben zu können.

"Im Glauben daran, dass der Verkauf der Johanneskirche Bad Rotenfels durch die ev. Kirchengemeinde Gaggenau und das ,Gebetshaus' inhaltlich zusammenhängen könnten, wollen wir mit der Aktion 500 x 1000 Euro diese Kirche ankaufen und erhalten", heißt es auf der Homepage des Vereins.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Achim Rheinschmidt, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, ist zuversichtlich. "Die Finanzierung macht mir keine Bauchschmerzen", versprüht er Optimismus. "Ein Privatmann hat am Montag 8000 Euro gespendet", verkündet Rheinschmidt stolz und verweist dabei auf eine Gabe von Dienstag dieser Woche und betont: "Daran sieht man, wie viel Herzblut daran hängt." Für die Privatperson sei es nicht einfach gewesen, diesen Betrag zusammen zu bekommen. Einige hätten, so Rheinschmidt, gesagt, dass sie sich auch eine längerfristige Unterstützung vorstellen könnten.

Mehrere Varianten für eine Nutzung denkbar

Von dem Ziel, bis Heiligabend 500000 Euro zu sammeln, um die Kirche kaufen zu können, ist der Verein noch ein großes Stück entfernt. Stand gestern befanden sich 35520 Euro auf dem Spendenkonto. "Das ist viel Geld", sagt Rheinschmidt, wohl wissend, dass es bis zu den anvisierten 500000 Euro noch ein weiter Weg zu werden scheint. Doch der stellvertretende Vorsitzende des neuen Vereins versprüht Optimismus, Jeden Tag komme Geld auf das Konto. Wenn es täglich 1000 Euro seien, wären Ende des kommenden Jahres 500000 Euro vorhanden. Ohne ins Detail gehen zu wollen oder zu können, sagt er auch: "Vielleicht gibt es ja jemanden, der uns die Kirche schenkt." Zusammenfassend meint er: "Ich bin guter Dinge."

Auf der Homepage des neuen Vereins heißt es bezüglich eines Zwischenstands Anfang dieser Woche: "Wenn am heutigen 18. Tag auf unserem virtuellen Adventskalender der Spendenbetrag durch einen einzigen Spender auf über 30000 Euro anwuchs, dann hat das mit der emotionalen Bindung dieses ganz besonderen Spenders zur Johanneskirche zu tun. Emotionale Bindungen sind die wichtigsten Bindungen auf unserem Erdkreis." Zusammengekommen ist dieser Zwischenstand in 18 Tagen und bei 25 Spendern. Dabei handle es sich ausschließlich um private Spender, betont Rheinschmidt und sagt: "Es ist noch nicht der 24. Dezember." Gestern waren es übrigens 29 Spender, die ihren Beitrag leisten wollen zu Kauf der Johanneskirche.

Mittlerweile wisse ein großer und prominenter Kreis von dem Anliegen des Vereins. Angeschrieben habe man unter anderem Bundespräsident Walter Steinmeier, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, aber auch Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG. Auch wenn diese vielleicht kein Geld spenden, so würden sie mit ihrem Glauben und im Gebet den Verein unterstützen.

Rheinschmidt sagt, dass der Verein offen sei für verschiedene Varianten. Denkbar sei vieles. Neben einem Kauf der Johanneskirche könne er sich auch deren Anmietung vorstellen von der evangelischen Kirchengemeinde ebenso wie von einem möglichen Käufer. Und falls es mit Bad Rotenfels wider Erwarten doch nicht klappt, sei ein Gebetshaus auch an anderer Stelle im Murgtal vorstellbar. Er versichert, dass wenn der Kauf der Johanneskirche Bad Rotenfels scheitern sollte, alle Spender ihre Gelder zurückbekommen würden.

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