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"Am ASG glücklich geworden"
Ein Viertel seines Lebens war der Scheuerner Hubert Heppeler, der heute 80 Jahre alt wird, Vorsitzender des Gernsbacher CDU-Ortsverbands.  Foto: Uebel
02.01.2018 - 00:00 Uhr
Von Dagmar Uebel

Gernsbach - "Dieses Schränkchen aus Frankreich ist eins meiner Lieblingsstücke", erklärt Hubert Heppeler lächelnd dem Bewunderer eines kleinen Möbelstücks in seiner Scheuerner Wohnung. Frankreich und Heppeler: eine Liebesbeziehung, die vor mehr als 50 Jahren ihren Anfang nahm und die immer noch Bestand hat. Heute feiert Heppeler seinen 80. Geburtstag.

Aber eigentlich begann seine Liebe noch viel früher, als für den Schüler Hubert Französisch zu seinen Lieblingsfächern gehörte. In Mannheim geboren, Kindheitsjahre und Abitur in Weinheim, war es kein Wunder, dass er für sein Studium in Heidelberg die Fächerkombination Geschichte, Französisch und Englisch wählte. Während seiner Berufsjahre in Mannheim und Heidelberg machte er erste pädagogische Erfahrungen und vervollständigte am Lycée Ponsard in Vienne bei Lyon seine Sprachkenntnisse.

Nachdem das Oberschulamt Gernsbach zu seinem neuen Lebensmittelpunkt bestimmt hatte, begann er 1966 als Lehrer seinen Schuldienst am heutigen Albert-Schweitzer-Gymnasium, damals gerade vom Progymnasium zum Vollgymnasium erhoben. "Am ASG bin ich glücklich geworden und geblieben", wie er betont. So viele Jahre an derselben Schule - wird das nicht langweilig? "Nein", sagt Heppeler bestimmt, "es kam nie Langeweile auf." Zunächst seien es die turbulenten 70er Jahre gewesen, mit Streiks, Demos und allem, was auch an einem Gernsbacher Gymnasium so dazugehörte. Doch er erinnert sich auch gern an spannende Fußballspiele zwischen Lehrern und Schülern und an einen Schulchor, bei dem sowohl Eltern, Schüler als auch Lehrer gemeinsam die richtigen Töne trafen. "Der Lehrerberuf ist ein toller und vor allem sinnvoller Job", wie Heppeler findet. Und er begründet das so: "Ich hatte es mit ganz unterschiedlichen Menschen zu tun. Für mich war es immer beglückend, wenn ich die jungen Leute bei ihrer Entwicklung begleiten durfte."

Dabei nicht zu vergessen, die ungezählten Aufenthalte in Schullandheimen im In- und Ausland und die Schüleraustausche mit dem französischen Jura. Noch immer gerät Heppeler ins Schwärmen, wenn er sich an die Schul-Sportfeste in Baccarat und in Gernsbach erinnert, an hitzige Hand- und Volleyballspiele, fröhliche Feste und Freundschaften, die dabei entstanden seien. Den Kontakt zu ehemaligen Kollegen und auch zu einigen seiner Schüler hält Heppeler heute noch. Und er unterrichtet wieder, diesmal sind Flüchtlinge seine Schüler: "Unter anderen Bedingungen zwar, aber immer noch mit viel Begeisterung."

Der Wunsch, etwas zu bewegen, mag für Heppeler 1968 ein Grund gewesen sein, in die CDU einzutreten. Zunächst war er von 1975 an 20 Jahre lang als Vorsitzender des CDU-Ortsverbands für die parteiliche Arbeit vor Ort verantwortlich und von 1984 bis 2008 als Mitglied des Gemeinderats an der Realisierung zahlreicher Projekte beteiligt. Vieles gelang zum Vorteil der Stadt.

Tunnel und Altstadt als Meilensteine

"Der Tunnel gehört da ebenso dazu, wie die Sanierung der Altstadt und die Erhaltung der Zehntscheuer." Zu Heppelers Bilanz gehört aber auch, dass nicht alles umgesetzt werden konnte: Die angedachte Gestaltung der Murgpromenade und die damit verbundene Verkehrsregelung seien in Vergessenheit geraten, die Reanimierung der Brückenmühle stocke und die Sanierung des Gleisle-Areals käme auch nur langsam voran. Ganz zu schweigen vom unschönen Entree am Pfleiderer-Areal.

Doch Heppeler gibt sich optimistisch: "Geben wir dem neuen Bürgermeister seine Chance." Vom Singen im katholischen Kirchenchor, Fotografieren, Reisen, Lesen, Wandern mit seiner Frau Margret: Als Mensch mit vielen Interessen genießt er seit Jahren seinen Ruhestand. Seit Wochen schaut der Jubilar in die Vergangenheit, ist er Gast im Gernsbacher Stadtarchiv: Ihn interessiert die Entstehungsgeschichte der Gernsbacher CDU.

Vor seinem runden Geburtstag schaute Heppeler jedoch gespannt nach vorn, statt zurück. Er freute sich auf die Stunden, wenn seine große Familie, ehemalige Kollegen und Freunde, seine Chormitstreiter und vielleicht auch einige seiner ehemaligen Schülerinnen und Schüler zum Gratulieren kommen.

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