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Schlecksel für 252 Läufer
02.01.2018 - 00:00 Uhr
Weisenbach (vgk) - Der Schlecksellauf, zum 16. Mal veranstaltet vom Freizeitclub Weisenbach, hat sich längst in der Region etabliert. Aus einer Gruppe von ehemals fünf Teilnehmern entstand ein Starterfeld aus stattlichen 252 Läuferinnen und Läufern - 29 mehr als sich angemeldet hatten. Als Prämie erhielt jeder Sportler ein Glas mit Schlecksel (Marmelade), überwiegend hergestellt aus Früchten der Heimat. Bis zu acht Kilometer waren zu laufen.

Der Wettergott meinte es nicht gut mit den Startern am Samstag. Immer wieder fiel leichter Regen aus den grauen Wolken über Weisenbach. Doch das kümmerte die Sportlerschar nicht im Geringsten. Die Stimmung war gut, im Vordergrund stand sowieso der Spaß am gemeinsamen Laufen. "Noch ein bisschen Bewegung im alten Jahr", meinte Teilnehmer Thomas aus Langenbrand. An den ersten Lauf anno 2002 erinnerte sich ein Walker-Trio, welches das Jahr darauf schon mit von der Partie war.

Maria und Bernhard Irth, Ute Klumpp, Josef Krieg und Dietmar Lehmann, fünf Läufer von der FCW-Laufgruppe, dürfen als Urheber des Lauf-Events bezeichnet werden. Sie trafen sich an Silvester vor 15 Jahren zu einem lockeren Nachmittagslauf. Eierlikör und Kirschpralinen, die Josef Krieg Tage zuvor geschenkt bekam und sich noch in seinem Auto befanden, spielten ebenfalls eine Rolle bei dem Gedanken, einen Lauf zu veranstalten, der sich an Hobbyläufer und -walker richten sollte.

Im Jahr darauf waren schon acht Laufbegeisterte am Start. Sie erwartete zudem unterwegs eine Einladung zu einem gemütlichen Plausch mit Glühwein und Neujahrsbrezeln. Auf dem Parkplatz Hohleich wartete Armin Klumpp auf die Ankommenden. Im VW-Bus hatte er neben selbst gemachter Marmelade wiederum Eierlikör und Kirschpralinen. Diese Leckereien begründen auch die Prinzipien, die dem Schlecksellauf zugrunde liegen: keine Zeitnahmen, Laufen so viel man will, dabei sein ist alles, Neujahrsbrezeln, Eierlikör, Süßigkeiten und natürlich das obligatorische Schleckselglas.

2007 entschieden sich die Organisatoren für einen Lauf zwischen den Jahren, weshalb aus dem Silvester-Schlecksel-Lauf der Schlecksellauf wurde. Insgesamt füllten die FCW- Mitglieder im Dezember während des Einkochtages 450 Gläser mit Marmelade oder mit einem schmackhaften rumänischen Brotaufstrich. "Das Rezept ist auf unserer Homepage unter Schlecksellauf zu finden", berichtet Krieg.

Laufenthusiasten aus ganz Mittelbaden zog es am Samstag nach Weisenbach. Die Turnhalle platzte um die Mittagszeit aus allen Nähten. Seit drei Jahren sind unter der Läuferschar auch Gäste aus der Pfalz und Nürnberg zu finden. Es ist eine Verbindung, die aus der Mountainbike-Gruppe heraus entstand, merkte dazu Krieg an. Die mit 87 Jahren älteste Teilnehmerin stammt aus Weisenbach.

Neu in diesem Jahr ist die Streckenlänge, die von zwölf auf acht Kilometer gekürzt wurde.

Die Jogger liefen zunächst von Weisenbach kommend durch Au, am alten Bahnhof vorbei bis zum ehemaligen Werk Wolfsheck hoch. Die Kläranlage war für diese Gruppe der Wendepunkt. Nicht tangiert wurde bei dieser Laufauflage Langenbrand. Das Risiko sei einfach zu hoch, denn nicht wenige der Sportler querten die Bundesstraße, anstatt die dortige Unterführung zu nehmen, erläuterte Krieg die Änderung. Die Walker führte der Streckenverlauf über das Sängerheim. Diejenigen, die nur fünf Kilometer walken wollten, nahmen danach den Weg zum Auer Grillplatz. Im Füllenbachtal trafen die Walkergruppen dann wieder aufeinander. Zum Abschluss warteten auf die Schar in der Turnhalle nicht nur Neujahrsbrezeln, sondern ein leckeres Buffet und natürlich Marmelade.

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