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Erster "Ehren-Pumpernickel" kommt aus Afrika
Professor John Kiggundu, Bernhard Merkel und Burkhard Stößer (von links) bei der Scheckübergabe.  Foto: pr
03.01.2018 - 00:00 Uhr
Forbach (red) - Der traditionelle Weihnachtsstammtisch fand im Pfarrhaus in Bermersbach statt. Obwohl das Bergdorf ordentlich eingeschneit war, füllte sich die weihnachtlich gezierte Fritz-Hönig-Stube innerhalb kürzester Zeit mit Gästen. Zum Auftakt wurden die klassischen Weihnachtslieder gesungen, begleitet von Karl-Hermann "Charlie" Merkel am Akkordeon.

Auch in diesem Jahr ließ es sich Professor John Kiggundu aus Uganda nicht nehmen, die gesellige Veranstaltung zu besuchen, heißt es in einer Mitteilung. Er unterstützt bereits zum elften Mal Pfarrer Thomas Holler bei den Festtagsgottesdiensten in der Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach und wurde von seinen Bermersbacher Freunden aufs herzlichste begrüßt. Wieder einmal war der Afrikaner der am weitesten angereiste Teilnehmer des Stammtischs. Obwohl man sich beim Ranking nicht wirklich einigen konnte, denn er hatte einen starken Kontrahenten. Pfarrer Thomas Holler brachte spontan einen Überraschungsgast mit. Pfarrer Joseph Lourdosamy aus Indien erwies den Bermersbachern wieder einmal die Ehre seines Besuchs. Allerdings war er nicht aus Indien angereist, sondern aus Freiburg, wo er dieser Tage seine Doktorarbeit vollendete. Der Geistliche hat in der Antonius-Kirche in Bermersbach schon viele Gottesdienste zelebriert und ist deshalb ein "alter Bekannter" der Kirchengemeinde.

Nachdem drei Geistliche, die alle Spannendes zu berichten hatten, die fröhliche Runde ergänzten, war ein gelungener Abend gewiss. Vor allem beim Gesang überzeugte das stimmgewaltige Trio. Für das leibliche Wohl war dank Burkhard Stößer und Wilma Barth gesorgt.

Während der gemütlichen Feier hielt Bernhard "Jack" Merkel eine Laudatio, in der er das vergangene Stammtischjahr Revue passieren ließ. Er hob alle Glanzpunkte und Attraktionen der diversen Örtlichkeiten hervor, an denen man sich getroffen hatte. Merkel dankte allen Helfern und Organisatoren des Stammtischs, allen voran dem Initiator Burkhard Stößer. Der Überschuss aus der Stammtischkasse kommt seit mehreren Jahren Professor Kiggundu zugute. Mit Hilfe dieser Unterstützung und weiteren Spenden, die er bei seinen Besuchen entgegennehmen darf, konnte er ein großes Projekt, einen Kindergarten, in Uganda verwirklichen. Inzwischen werden dort schon nahezu hundert Kinder betreut. Außerdem konnte noch ein Kleinbus beschafft werden, der die weiter entfernt lebenden Schützlinge transportiert.

Noch gibt es für den Nachwuchs nach der Kindergartenzeit keine gesicherte Perspektive. Aus diesem Grunde plant der Professor ein weiteres Projekt, eine Schule, um den weiteren Bildungsweg der Jugend zu sichern. Dafür konnten Merkel und Stößer im Namen aller "Stammtischbrüder" erneut einen Scheck von 500 Euro überreichen. Der beliebte Gast aus Afrika wird auch aus anderen Ortschaften der Seelsorgeeinheit gesponsert, so dass seine Vision möglichst zeitnah realisiert werden kann, heißt es in der Mitteilung weiter.

Den Höhepunkt seiner Ansprache hatte Bernhard Merkel bis zum Schluss aufgespart, die Ernennung von Professor John Kiggundu zum "Ehren-Pumpernickel", eine Auszeichnung, die bis dato noch niemand zuteilwurde. So erlangt der Spitzname der Bermersbacher einen weltweiten Bekanntheitsgrad. Besiegelt wurde die Verleihung mit dem Schlachtruf "Pumper - Nickel". Zusammen mit der Urkunde wurde das namensgebende traditionelle Gebäck überreicht.

Stolz nahm der ugandische Priester Titel und Geschenk entgegen und erwiderte seinerseits mit einer Überraschung, einem auf Baumrinde geprägten "Dankeschön" aus Uganda.

Die Seelsorgeeinheit hatte ebenfalls ein Geschenk für den Professor, nämlich eine eindrucksvolle Monstranz für das Priesterseminar in Uganda. Hierfür konnte zusätzlich ein Teil des Stammtisch-Kapitals verwendet werden. Pfarrer Joseph und Pfarrer Holler hatten die Monstranz mitgebracht. Nach diesem emotionalen Teil des Beisammenseins widmete man sich wieder dem Gedankenaustausch, umrahmt von fröhlichem Gesang, und ließ den gelungenen Abend ausklingen.

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