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Burglind ein Lüftchen im Vergleich zu Lothar
'Volltreffer': Die Bernhardushütte im Gaggenauer Stadtwald wird beim Sturm am Mittwoch schwer beschädigt.  Foto: Forstverwaltung
05.01.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Murgtal - "Es ist nass wie fast noch nie", stellt Markus Krebs fest. Im Zusammenwirken von weichem Boden und dem Tief Burglind kam es in den Wäldern des Murgtals zu umstürzenden Bäumen. Doch man sei "mit einem blauen Auge davongekommen", resümiert der Forst-Bezirksleiter.

Das Schadensausmaß sei gering und nicht mit dem von Orkan Lothar von 1999 zu vergleichen. Burglind war bereits das dritte Sturmereignis in diesem Winter. Mitte November war hauptsächlich der Bereich um Schloss Eberstein betroffen, vor Weihnachten die Bereiche Hörden und Loffenau. Rund 1500 Festmeter Sturmholz seien dabei im Murgtal angefallen, das sind rund drei Prozent des kalkulierten Einschlags. "Das macht uns keine Sorgenfalten", berichtet der Forstmann. Bei dem Sturm am Mittwoch kamen rund 1000 Festmeter hinzu, prognostiziert er. "Lothar" hatte seinerzeit das Zehnfache einer normalen Jahresnutzung "gefällt". Die aktuellen Sturmschäden belaufen sich auf rund fünf Prozent der Jahresnutzung. "Burglind war ein Lüftchen im Vergleich zu Lothar", verdeutlicht Krebs.

Überwiegend seien Einzelwürfe zu verzeichnen, die zahlreiche Waldwege versperren und nun aufgearbeitet werden müssen. "Das sieht nach viel Schaden aus und es ist auch zeitaufwendig, die Wege wieder frei zu bekommen", erläutert Krebs. Forstarbeiter und beauftragte Unternehmen brauchen dafür Zeit, bis Ende Januar werde es sich wohl hinziehen, schätzt der Experte. Förster, Waldarbeiter und Forstunternehmer seien bereits mit den Aufräumarbeiten beschäftigt und drehen Kontrollrunden.

Die aktuellen Schäden seien eher in mittleren und tieferen Lagen des Murgtals zu verzeichnen, die Waldbäume im Höhengebiet seien vermutlich "mehr sturmerprobt" und haben wegen der dortigen Bodenstruktur stabilere Grundlagen. "Wurfnester" gebe es am Eichelberg bei Oberweier oder an der Teufelsmühle in Richtung Albtal. Einen massiven "Volltreffer" erwischte die Bernhardushütte im Gaggenauer Stadtwald im Bereich "Wiebelsbach" zwischen Ottenau und Sulzbach.

Der angekündigte Schneefall für die kommende Woche bereitet dem Forstdirektor wenig Sorgen. Hängende Bäume könnten zwar unter Umständen unter der Schneelast umfallen, aber das sei kein besonderes Risiko. Die Forstverwaltung richtet an Waldbesucher die dringende Bitte, nicht nur während eines Sturms, sondern auch in der Zeit danach den Wald zu meiden. Es hängen noch Bäume schief, die jederzeit umfallen können. Auch abgerissene Äste befinden sich noch in den Baumkronen und können herabstürzen. Bis die betroffenen Waldbezirke wieder aufgeräumt sind, wird vom Betreten abgeraten.

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