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Erlösender Knick kurz vor 20-jährlicher Marke
08.01.2018 - 00:00 Uhr
Murgtal (fmb) - Bange Blicke richteten sich am späten Donnerstagabend vor allem in Gernsbach und Gaggenau auf die Murg, die bedenklich anstieg. Um 0.30 Uhr hatte sie in der Großen Kreisstadt den Wert des zehnjährlichen Hochwassers überschritten. Der Pegel Bad Rotenfels zeigte 3,45 Meter an. Kurz vor der 20-jährliche Marke gab es dann allerdings einen Knick und gegen 1 Uhr senkte sich der Wasserpegel leicht. Mit ein Grund dafür war, dass es in der Nacht aufgehört hatte zu regnen.

Kurz nach 20 Uhr gingen die ersten Meldungen von Wassereintritten in Kellern bei der Feuerwehr ein, im Rettungszentrum wurde eine Einsatzleitung aufgebaut. Der Murgpegel und die oberen Pegelstände bis Baiersbronn wurden ständig beobachtet, um einschätzen zu können, wie und wann die Wassermassen Gaggenau erreichen. Bereits am frühen Abend sind die Unterführungen im Bereich der Rotherma-Querspange und in Hörden am Kanal zur Essel von der Stadtverwaltung gesperrt worden. Der Schwerpunkt der Einsatzstellen lag rund um den Ottenauer Sportplatz in der Mozartstraße, Rembrandtstraße sowie Beethovenstraße. Der dortige Bahnbach staute sich zurück, und kurzzeitig war auch ein Teil des Benzparkplatzes überflutet.

Für die Feuerwehr und die Eigentümer der Häuser war es ein Geduldspiel: Pumpte man an einer Stelle Keller leer, liefen sie anderswo wieder voll. Schließlich entschied man sich, einen Teil des Wassers auf den Ottenauer Sportplatz zu pumpen, um die Kanalisation etwas zu entlasten. Der Wasserdruck war einfach zu hoch, um einen normalen Kanalabfluss zu gewährleisten. Massive Einsatzkräfte der Feuerwehr und Pumpen wurden dort notwendig.

Neben der Feuerwehrabteilung Ottenau waren auch Hörden, Bad Rotenfels und die Kernstadt im Einsatz. Die Pumpaktionen liefen bis in den frühen Morgen. Insgesamt mussten in Gaggenau rund 40 Einsatzstellen abgearbeitet werden. Währenddessen konnte die Einsatzleitung ihre Arbeit gegen 3 Uhr vorerst beenden. Bange Blicke richteten sich allerdings auf die Wettervorhersage, die für den Freitag wieder Regen prophezeite. Zu einem erneuten Hochwasser kam es aber glücklicherweise nicht mehr.

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