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Wasser plätschert wieder ins klassizistische Sandsteinbecken
Der wiederhergestellte Wasserspeierbrunnen ziert den Katz'schen Garten seit dem 29. April 2017. Foto: AK Katz'scher Garten
09.01.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (red) - Bei Öffnung des Katz'schen Gartens zu Frühlingsbeginn im Jahr 2017 konnten die Besucher die neue Errungenschaft einer alten Dachspitze mit Drachen-Wetterfahne aus dem Jahre 1792 auf dem First des kleinen Gartenhäuschens betrachten. Diese Neuanschaffung stammt von einem alten Gebäude aus Gernsbach und wurde durch einen Gönner der Anlage dem Arbeitskreis (AK) Katz'scher Garten übergeben und konnte in der Winterzeit angebracht werden. Das teilt Jürgen Illig vom AK in seinem Jahresbericht mit.

Am 29. April wurde der wiederhergestellte Wasserspeierbrunnen zusammen mit Altbürgermeister Dieter Knittel bei einer kleinen Einweihungsfeier offiziell enthüllt. Bis in die 1950er Jahre plätscherte das Wasser aus dem Maul der mythischen Figur in das klassizistische Sandsteinbecken unweit des Gartenhauses. Danach wurde es still um den Brunnen. Die Steine wurden getrennt und an verschiedenen Positionen im Garten aufgestellt. Der AK Katz'scher Garten brachte die zwei Teile wieder zusammen und baute den Brunnen im Bereich des heutigen Bambusbeets wieder neu auf. Dazu kam noch ein altes Sandsteinwaschbecken aus dem Familienbesitz der Gaststätte "Brüderlin".

Der Aufbau des Brunnens war mit viel Arbeit verbunden, schließlich mussten die Zuleitung und die Ableitung des Wassers eigens dazu in diesen Bereich gelegt werden. Der Brunnen sei mittlerweile ein beliebtes Fotomotiv geworden.

Ein Dank des AK geht auch an die Hexen von der Bleich. Sie machten es in einer feierlichen Hexennacht im September möglich, dass sich die Gartenbesucher auf der dortigen neu aufgestellten Hexenbank bequem niederlassen können.

Beim Altstadtfest war man nun im dritten Jahr dem Regen ausgesetzt, weshalb die aufgestellten 1200 Illuminationsbecher der barocken Beleuchtung kurz vor dem Feuerwerk komplett nochmals ausgetauscht werden mussten, da die Becher mit Regenwasser vollliefen.

Da die erste Hälfte des Jahres viel zu trocken war, musste dies mit viel Gießen ausgeglichen werden. Ab August wendete sich das Blatt und es regnete bis zum Ende des Jahres überdurchschnittlich viel. Der Jahresniederschlag lag letztendlich bei 1245 Litern je Quadratmeter im mittleren Durchschnitt.

Über das Jahr halfen 21 Helfer mit insgesamt 390 Arbeitsstunden, um das Kleinod zu pflegen und auf Vordermann zu halten. Dabei wurden auch im Herbst der Zaun zur Murg abgeschliffen und frisch gestrichen sowie die Bänke gereinigt und eingeölt.

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