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Kirchenverkauf wohl um die Osterzeit
In den Räumen des ehemaligen evangelischen Kindergartens der Johanneskirche Bad Rotenfels könnte das Gebetshaus eingerichtet werden.  Foto: Jahn
10.01.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Seinen Optimismus hat Achim Rheinschmidt nicht verloren. Ganz im Gegenteil. "Wir sind glaubensmäßig ganz guter Dinge", sagt der stellvertretende Vorsitzende des im November gegründeten Vereins "Gebetshaus Bad Rotenfels". Zwar wurde das von ihm vorgegebene Ziel, bis 24. Dezember Spendengelder in Höhe von 500000 Euro zu bekommen, deutlich verfehlt. Aber auch mit den aktuell 46560 Euro (40 Spender) habe man einen guten Grundstock.

So könnte der Kauf der Kirche über eine Bank abgewickelt werden und die Finanzierung über einen Bausparvertrag erfolgen. Er geht von einem Kaufpreis von etwa 350000 Euro aus, der an die evangelische Kirchengemeinde Gaggenau überwiesen werden müsste. Weitere 150000 Euro würden für Maßnahmen im Inneren des Gebäudes und für den Turm benötigt. Bei Letztgenanntem stellt sich die Frage, ob sanieren oder abreißen? Die Kosten wären laut Rheinschmidt in etwa gleich.

"Der bisherige Spendenstand zeigt auf jeden Fall, dass die Dynamik hinter der Aktion ,500 x 1000' (500 Spenden zu je 1000 Euro) ungebrochen ist, viel Kraft von ausschließlich Privatpersonen in ihr steckt, die ein klares Ziel vor Augen haben: den Ankauf der Johanneskirche Bad Rotenfels", schreibt Rheinschmidt auf der Homepage des Vereins. Das Gebetshaus selbst könnte in den Räumen des ehemaligen Kindergartens eingerichtet werden. Bei "lockerer Bestuhlung" hätten dort etwa 60 Menschen Platz. Klar ist für ihn, dass diese Plätze nicht andauernd belegt seien, zumal das Haus rund um die Uhr geöffnet haben soll. Im Gebetshaus sei der Raum in den Nachtstunden teilweise sehr gut belegt, gibt Rheinschmidt entsprechende Erfahrungen wider. Ferner sollen zwei Räume geschaffen werden, in denen es Möglichkeiten für Konzerte, christliche Veranstaltungen, christliche Musicals, Ausstellungen und vieles anderes geben soll. Auch Gottesdienste, zum Beispiel für Schüler, seien dort denkbar.

Visionen hat Rheinschmidt einige. So hat er die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben, dass jemand die Kirche kauft und dem Verein zur Verfügung stellt. Überhaupt sei die Hoffnung, dass es mit dem Projekt klappt, bei ihm eher gestiegen. Ein wichtiges Datum sei der 21. Januar. Dann wird die Kirche im Rahmen eines Gottesdienstes offiziell entwidmet. Er wisse nicht, was in der Bevölkerung passiere, wenn ihr dadurch noch mehr bewusst werde, dass die evangelische Johanneskirche Bad Rotenfels weg ist. Durchaus möglich, dass sich dann noch mehr Menschen mit der Thematik befassen werden.

Noch in diesem Monat werde man sich mit den Spendern nicht-öffentlich treffen und das weitere Vorgehen erörtern. Das Ziel, 500000 Euro zusammenzubekommen, wurde nicht erreicht. Deshalb sollen die Spender entscheiden, wie es mit ihrem Geld weitergeht. Wer aussteige, erhalte sein einbezahltes Geld zurück, versichert Rheinschmidt. Nach wie vor seien aber Spenden willkommen.

Dass die evangelische Kirchengemeinde auf den Erlös aus dem Verkauf der Kirche angewiesen ist, bekräftigt nochmals Jutta Walter, Vorsitzende des Kirchengemeinderats. Er werde für den Neubau eines Gemeindehauses neben der Markuskirche benötigt. Das alte Gemeindehaus an der Markuskirche werde im April an das Architekturbüro Luft verkauft. Das ehemalige Bad Rotenfelser Pfarrhaus befinde sich bereits in Privateigentum und werde umgebaut. Dort ziehe eine junge Familie ein, so Walter.

Eine klare Absage erteilt sie Überlegungen, dass die evangelische Kirchengemeinde die Johanneskirche an den Verein Gebetshaus Bad Rotenfels vermiete, also Eigentümerin der Kirche bleibe. Nach wie vor gebe es neben dem Verein einen weiteren Interessenten. Walter geht davon aus, dass in der Zeit um Ostern eine Entscheidung getroffen werde, an wen die Kirchengemeinde die Johanneskirche verkauft. "Länger wollen wir nicht warten."

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