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Tierschutz anstatt Jugendherberge?
Die Forbacher Heinrich-Kastner-Jugendherberge steht zum Verkauf. Die Organisation 'RespekTIERE Leben' bekundet ihr Interesse daran.  Foto: pr
11.01.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Für die Forbacher Jugendherberge gibt es einen möglichen Käufer. Daniela Haberstroh von der Organisation "RespekTIERE Leben" interessiert sich für das Areal und möchte dort eine "Begegnungsstätte für Mensch und Tier" einrichten, erläutert sie auf Anfrage des Badischen Tagblatts.

Der Technische Ausschuss des Forbacher Gemeinderats wird sich in seiner Sitzung am Donnerstag, 18. Januar, mit dem Thema beschäftigen, berichtet Bürgermeisterin Katrin Buhrke gegenüber dieser Zeitung. Auf der Tagesordnung steht eine Bauvoranfrage zur Nutzungsänderung der ehemaligen Jugendherberge zu einem Tierschutzhof.

Als eine "sinnvolle und interessante Nachnutzung" wertet Karl Rosner, der Geschäftsführer des Landesverbands Baden-Württemberg des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH), das Anliegen der Tierschützerin aus Lichtenau. Zusammen mit ihrem Mann Roland wolle sie das Anwesen gegebenenfalls kaufen, erläutert Haberstroh. Doch zunächst müsse man abwarten, ob die geplante Umnutzung die Zustimmung des Ausschusses und der Fachbehörden findet, die entsprechenden Anträge und Unterlagen sind im Forbacher Rathaus eingereicht.

Der Verein ist vorwiegend im Ausland aktiv, Schwerpunkte sind Bulgarien und Rumänien. Hauptsächlich Hunde, Katzen und Kleintiere werden versorgt, die in den Herkunftsländern in Tierheimen unter "grauenhaften Bedingungen" leben müssen, so Haberstroh. Verletzte, alte und misshandelte Tiere werden betreut und Operationen finanziert. Mit 15000 bis 20000 Kilogramm Futter monatlich versorgt die Organisation ihre Tiere, Spendenaufrufe erfolgen größtenteils über Facebook.

Auf die Jugendherberge in Forbach sei sie zufällig bei Ebay gestoßen, berichtet Haberstroh. Die Zimmer könnten Praktikanten bewohnen, Aktions- und Besuchertage seien denkbar. Der Pavillon wäre für Festlichkeiten geeignet, blickt sie in die Zukunft. Kinder, behinderte Menschen oder Ältere - sie könnten die Vierbeiner in Forbach besuchen und die ehemalige Jugendherberge so zu einer Begegnungsstätte werden lassen.

Einige ihrer Tiere seien durch Veröffentlichungen auf Facebook oder in Fachmagazinen bereits bekannt. Es würden immer wieder Anfragen eintreffen, wo man diese denn besuchen könne. In Lichtenau im Privathaus der Familie sei das nicht möglich, die Heinrich-Kastner-Jugendherberge dafür aber gut geeignet.

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