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Wartezeiten sind manchen Autofahrern ein Dorn im Auge
13.01.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Was man daran hat, wird meistens erst deutlich, wenn es einmal nicht da ist oder nicht funktioniert. So in etwa verhält es sich im Straßenverkehr mit Ampeln. Der geneigte Autofahrer flucht, wenn er bei Rot stehen muss - und weit und breit kein anderer Verkehrsteilnehmer zu sehen ist. Doch sind die Ampeln deshalb überflüssig?

Hintergrund

Ein Beispiel ist die Ampel an der Einmündung der August-Schneider-Straße in die Schillerstraße. Vor geraumer Zeit war sie außer Betrieb - zur Freude etlicher Autofahrer. "Als vor kurzem die Ampelanlage einige Tage ausfiel, war besonders auffällig, wie der Verkehr problemlos und ohne Stau funktionierte. Da wird einem die damalige Fehlplanung vor Augen geführt." Mit diesen Worten wurde kürzlich Andreas Paul, Mitglied der CDU-Fraktion im Gaggenauer Gemeinderat, in einer Pressemitteilung zitiert. Das Wort "Fehlplanung" hat er in der Vergangenheit schon mehrfach geäußert. Vorgeschlagen hatte die Union schon vor Jahren eine Bahnunterführung an der Schillerstraße, um den Verkehrsfluss zu verbessern, und einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat gestellt.

Denn auch die langen Schließzeiten der Schranken sorgen für Staus. Durch eine Unterführung und damit einer höheren Akzeptanz der Schillerstraßenquerspange könne eine merkliche Entlastung der Goethe-/Luisenstraße und der nördlichen Innenstadt erreicht werden, hieß es in der Begründung der CDU. Vorteil einer Unterführung wäre der Wegfall von Wartezeiten für Autofahrer am Bahnübergang.

Unabhängig von dem Bahnübergang ist diese Ampel eine Stelle, an der die Autofahrer viel Zeit mit Warten verbringen. Ist sie deshalb überflüssig?

"Nein", heißt es aus dem Rathaus. Dennoch wolle man sich dem Thema nicht verschließen. Im Zuge des Mobilitätskonzepts, das momentan für die Große Kreisstadt erstellt wird, würden auch die Ampeln eine Rolle spielen, sagt Pressesprecherin Judith Feuerer. In diesem Zusammenhang erwähnt sie, dass Ordnungsamtsleiter Dieter Spannagel froh darüber gewesen sei, dass während des Ausfalls der Ampel an der Schillerstraße kein Unfall passiert ist. Feuerer verweist darauf, dass gerade im Berufs- und Schülerverkehr dort viele Menschen unterwegs seien. Ferner befindet sich dort ein Bahnübergang.

Die Frage nach einer Bedarfsampel für Fußgänger (im Volksmund Drückampel genannt) lehnt sie mit der Begründung ab, dass es sich bei der August-Schneider-Straße im Einmündungsbereich ebenso um eine zweispurige Fahrbahn handele wie bei der Schillerstraße. Zudem sei diese Ampel mit jenen an der Einmündung der Schillerstraße in die Hauptstraße und dem Kreuzungsbereich in Höhe der Berliner Brücke zusammengeschaltet. Freie Fahrt gibt es insbesondere auf der Verbindung von der B462 über Berliner Brücke und die Schillerstraße. Dagegen müssen Abbieger in andere Straßen (Hauptstraße, August-Schneider-Straße) mit Wartezeiten rechnen.

Zahlreiche verkehrliche Zwänge

Ein eigenes "Ampelkonzept" gibt es laut Feuerer in Gaggenau nicht. Das Mobilitätskonzepts greift auch die Ampeln in der Großen Kreisstadt auf. Für sie müssen allerdings verschiedene Gesichtspunkte beachtet werden. Beim Neujahrsempfang am Donnerstag in der Jahnhalle hatte Oberbürgermeister Christof Florus gesagt: "Unsere Kommune zeichnet sich durch ein attraktives und vernetztes Mobilitätskonzept aus, das die unterschiedlichen Bedürfnisse aller berücksichtigt und damit zur Erhöhung der Lebensqualität beiträgt." Darunter falle, das Verkehrsnetz weiter zu optimieren, an Lärmreduzierung zu arbeiten, für barrierearme Gehwege, Plätze und Zugänge zu sorgen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern, eine fahrradfreundliche Stadt zu werden, die Nutzer der Elektromobilität zu unterstützen und die öffentliche Mobilität durch einen attraktiven, bedarfsgerechten ÖPNV und neue Ansätze zu verbessern. Die Ampeln in der Stadt sprach er nicht an.

Doch nicht nur die oben erwähnte Ampelanlage ist Autofahrern ein Dorn im Auge. Bei der Kreuzung Glasersteg/Bruchgrabenstraße/Murgtalstraße spricht ein BT-Leser von einer "Ampel/Stauanlage". Er regt an, die Ampeln versuchsweise einfach einige Zeit abzuschalten, um die Auswirkungen zu testen.

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