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Mammutaufgabe Rathaussanierung
16.01.2018 - 00:00 Uhr
Gernsbach (stj) - Bürgermeister Julian Christ hat gestern seinen ersten Haushalt eingebracht und darin einige neue Schwerpunkte gesetzt. Wie bereits angekündigt, möchte er in der Stadtverwaltung neue Stellen schaffen, um die Arbeitsbelastung auf mehrere Schultern zu verteilen. Die Mammutaufgabe der kommenden Jahre werde allerdings die Rathaussanierung sein - planerisch, organisatorisch und finanziell handele es sich dabei um eine herausragende Aufgabe, betonte Christ.

Die Sanierung im Bestand werde laut einer ersten Kostenschätzung bis zu 7,8 Millionen Euro teuer. Die Kosten für die Auslagerung der Mitarbeiter - eine Sanierung könne nicht während des laufenden Betriebs stattfinden - müssen noch separat ermittelt und hinzugerechnet werden. Notwendig seien die energetische Sanierung der Außenhülle, die Erneuerung der Heizungsanlage und die vollständige Sanierung der Elektrik. Organisatorische Veränderungen müssen in der Planung ebenfalls berücksichtigt werden.

Der "Neubau" des Gernsbacher Rathauses ist rund 40 Jahre alt, der Altbau dient seit 1961 als Verwaltungssitz. "Eine Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts ist hier erst recht nicht vorstellbar", unterstrich der Bürgermeister. Die maßgebliche bauliche Umsetzung - "mithin wird das Gebäude nahezu entkernt werden oder das Rathaus gar an anderer Stelle neu geschaffen werden müssen - sei nach derzeitigem Stand frühestens in den Jahren 2020 und 2021 realistisch, kündigte Julian Christ an. Die Rathaussanierung sei allerdings nicht isoliert zu sehen: "Vielmehr haben wir den klaren Handlungsauftrag, die Sanierung unserer gesamten Innenstadt voranzubringen, das heißt verkehrliche Fragen im Bereich des Salmenplatzes endgültig zu klären und den Kelterplatz aufzuwerten."

Der Haushalt 2018 besteht laut Christ aus einen Dreiklang: aus sanieren, investieren und realisieren. Mit der Erweiterung des Kindergartens Fliegenpilz schaffe man die Voraussetzungen für zwei Krippen- und zwei Ganztagsgruppen in der Kernstadt. In der Realschule gehe es jetzt darum, die Sanierung der Fachräume sowie die Umnutzung als Ganztagsschule zu ermöglichen. Mit der denkmalgerechten Sicherung der Zehntscheuern leiste die Stadt einen Beitrag für den Erhalt der Altstadt und investiere damit nachhaltig "in die Lebensqualität unserer Stadt".

Um die Pläne in die Tat umsetzen zu können, benötige man das entsprechende Personal, verwies Christ darauf, dass es in der Kernverwaltung in den vergangenen 17 Jahren eine Reduzierung der Stellenzahl um fünf gegeben habe. "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir diesen Weg des kontinuierlichen Personalabbaus im Rathaus nicht weitergehen dürfen. Rund 20 Abgänge allein im Jahr 2017 müssen für uns eine Warnung sein", erklärte Christ. Er schlägt dem Gemeinderat deshalb die Schaffung von fünf neuen Stellen vor.

Seit der Wirtschaftskrise im Jahr 2000 konnte die Stadt Gernsbach ihre Schulden durch kontinuierliche Haushaltskonsolidierung um rund 9,3 Millionen Euro reduzieren. Zum 31. Dezember 2018 werde der Schuldenstand noch rund 1,52 Millionen Euro €im Kernhaushalt betragen. Das ist natürlich eine positive Nachricht. Auf der anderen Seite bereitet die Entwicklung der allgemeinen Rücklage Sorgen. Sie werde laut Bürgermeister Christ in den kommenden Jahren nahezu aufgebraucht werden; das mache (in begrenztem Umfang) die Aufnahme von neuen Krediten erforderlich.

"Das ist eine Zäsur für die Stadt", kündigte der Schultes an: "Allerdings gilt es jetzt, bei niedrigen Zinskosten und stabilen Gewerbesteuereinnahmen der nächsten Jahre, zentrale Maßnahmen nicht weiter vor uns herzuschieben."

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