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Kein Parken in " Guantanamo"
17.01.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Von Freitag bis Sonntag am vergangenen Wochenende die Prunksitzungen des OCC in der Merkurhalle, gleich daneben, in der Scheuring-Halle, samstags das große Fußballturnier des SV Michelbach für behinderte Sportler und sonntags die Fußball-Murgtalmeisterschaft. Da war es in diesem Jahr mit den dort ohnehin knappen Parkplätzen noch schwieriger als sonst. Darüber hinaus stand der Hof der Merkurschule - anders als in den Vorjahren -nicht zur Verfügung. Das Unverständnis ist groß in den Reihen der Organisatoren.

Gerade für die Kleinbusse der behinderten Sportler aus ganz Deutschland und die Helfer der Veranstaltungen hatte sich der hintere Bereich des Schulhofs in der Vergangenheit als Parkplatz bewährt.

Die Stadt als Schulträger hatte vor einigen Tagen auf Anfrage der Vereine zunächst das Parken auf dem Schulhof genehmigt, dann aber wieder untersagt. Denn die Leiterin der Merkurschule, Barbara Fischer, befürchtet Vandalismus oder Unfälle insbesondere an den Geräten des neuen Bewegungsparcours. "Wenn da was passiert, bin ich dran", sagte sie auf BT-Anfrage. Schließlich sei der Parcours innerhalb des eingezäunten Schulhofs frei erreichbar. Der Hof sei nun mal kein öffentliches Gelände.

Den Charakter einer geschlossenen Einrichtung unterstreicht seit einigen Monaten der umgebende Metallzaun. In der Großen Kreisstadt kursieren seit dessen Bau wahlweise die Spottworte "Guantanamo" oder "Alcatraz", wenn die Rede von der Merkurschule ist.

Barbara Fischer betont, dass das Aufstellen von "Betreten verboten"-Schildern nicht ausreichend sei. So sieht es auch die Stadtverwaltung: "Der Schutz des Schulhofes samt Spielplatz war schließlich auch Grund für die Einzäunung des Areals, nachdem es in der Vergangenheit wiederholt zu Schäden gekommen war."

Eine Möglichkeit wäre gewesen, dass der SV Michelbach eine Person für den Schließdienst abstellt, so dass ungebetene Gäste nicht auf das Gelände gelangen können. Dies war personell aber nicht leistbar, so dass der Schulhof nicht als Parkraum zur Verfügung stand, erläutert das Rathaus. "Auch der Stadtverwaltung war bewusst, dass es damit bedauerlicherweise zu Park-Engpässen kommen kann. Für die OCC-Helfer war vom Hausmeister ein Parkbereich abgesperrt worden (mit Flatterband), so dass diese einen Parkplatz sicher hatten."

Für zusätzliche Irritation bei OCC und SVM sorgt allerdings, dass das Hoftor der Schule bis Freitagnachmittag überhaupt nicht mit einem Schloss versehen war - das Areal somit jedermann offenstand. Erst am Freitagnachmittag sei auf Wunsch der Schule ein Schloss eingebaut worden.

Davon war dem Vernehmen nach der eine oder andere Vertreter aus dem Rathaus überrascht, als er am Wochenende die Veranstaltungen besuchte. Künftig wird er ebenfalls sein Auto woanders abstellen müssen, denn, so die Verwaltung: "Auch in den kommenden Jahren wird der Schulhof nicht mehr als Parkfläche zur Verfügung stehen, da mit der Nutzungsveränderung der Merkurschule als Gemeinschaftsschule bekanntlich auch bauliche Veränderungen einhergehen."

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