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Noch in der Startphase
Joachim Fischer will die Lebensqualität in Gaggenau erhöhen. Für dieses Modellprojekt gibt es unter anderem drei Jahre lang jeweils 350 000 Euro an Landeszuschüssen. Foto: pr
18.01.2018 - 00:00 Uhr
Von Thomas Senger

Gaggenau - Es ist nicht so, dass er keine Präsenz zeigen würde: Er war letzten Donnerstag beim Neujahrsempfang, dieser Woche hatte Professor Joachim Fischer einen Termin mit der Rathausspitze. Doch um sein Modellprojekt "Ein gutes Jahr mehr" ist es nach dem Medienrummel des Jahres 2016 still geworden. Nun wurde sogar die "Quartierswerkstatt" am 27. Januar abgesagt -wegen mangelnden Interesses. Gleichwohl: Der Mediziner sieht sich auf dem richtigen Weg - auch wenn das Projekt länger als geplant in der Anfangsphase verharrt.

Seit 2016 entwickelt die Stadt Gaggenau unter wissenschaftlicher Begleitung des Mannheimer Instituts für Public Health der Universität Heidelberg eine Gesundheitsstrategie: "Ein gutes Jahr mehr - für ein gesundes und lebenswertes Gaggenau".

"Nein, ich befürchte nicht, dass es im Sande verläuft", betonte Fischer gestern im BT-Gespräch. Zwar sei "Ein gutes Jahr mehr" tatsächlich "noch nicht so in der Bevölkerung angekommen", aber: Seine Mitarbeiter und er wollten auch "nicht Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung spielen". Stattdessen setze man auf Information, um zunächst das Interesse und das Vertrauen der sogenannten Multiplikatoren zu gewinnen. Dies sind zum Beispiel Erzieherinnen - denn ein gesundes Leben fange bereits im Kindergarten an. Man habe aber länger als erwartet gebraucht, um Vertrauen zu gewinnen.

Hintergrund

Es gebe nun mal keinen "Königsweg", keinen Handlungsleitfaden, um das Thema den Menschen zu vermitteln, räumt er ein. Letztlich ist das Forschungs- und Modellprojekt somit auch ein Forschungsvorhaben, ob und wie ein abstraktes Thema der Bevölkerung einer Stadt nahegebracht werden kann.

Gleichwohl gebe es durchaus Neuigkeiten zu verkünden. So werde Anfang März ein Internet-Blog zum "Guten Jahr mehr" online gehen.

Darüber hinaus habe er nun auch EU-Fördergelder akquiriert. So könne an seinem Institut für Public Health für zwölf Monate eine halbe Stelle finanziert werden zur Unterstützung des Aufbaus eines Netzwerks für betriebliche Gesundheit. Zielgruppe sind hierbei kleine und mittelständische Betriebe. Als konkrete Handlungsfelder nennt Fischer, für Kassenpatienten schneller zielgerichtete Therapien zu ermöglichen, zum Beispiel bei Rückenschmerzen - ohne die Bremsmechanismen durch ausgeschöpfte Budgets gerade am Ende von Quartalen.

Die Idee dahinter: Wenn man schon vor einer Krankschreibung bestimmte Probleme therapiert, dann hilft das zum einen den Patienten, zum anderen dem Betrieb. Denn die Zahl der Krankheitstage werde so nachweislich deutlich reduziert.

Und was wird nun aus der abgesagten Bürgerwerkstatt "Kinder und Jugendliche" für Bad Rotenfels, Oberweier und Freiolsheim? Sie soll mit ähnlichen, noch geplanten Veranstaltungen am 3. März zusammengelegt werden, erläutert Fischer. Denn man habe festgestellt, "dass das ortsteilspezifische Denken weniger ausgeprägt ist als befürchtet."

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