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Infrastruktur der Grundstein für Weiterentwicklung
Auf die Gemeinde Forbach warten auch 2018 viele Pflichtaufgaben, die es zu bewältigen gilt.  Foto: Willi Walter
18.01.2018 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Forbach - Bei der Sitzung des Forbacher Gemeinderats brachte Bürgermeisterin Katrin Buhrke am Dienstagabend den Etatentwurf für 2018 ein. "Der Haushalt ist auch in diesem Jahr ein Kompromiss zwischen zwingenden, vorgegebenen Aufgaben und Maßnahmen, die dem gemeinsamen Ziel einer Weiterentwicklung der Gemeinde entsprechen", machte sie in ihrer Haushaltsrede deutlich.

Das Gesamtvolumen des Haushalts 2018 beträgt 16831800 Euro. Hiervon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 14739300 Euro, was einer Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr um 869800 Euro und damit sechs Prozent entspricht. Der Verwaltungshaushalt erwirtschaftet voraussichtlich eine Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt in Höhe von 814400 Euro.

Auf den Vermögenshaushalt entfallen 2092500 Euro. Das Gesamtvolumen des Haushalts 2018 liegt um 1,221 Millionen Euro über dem Gesamtvolumen des Vorjahrs. Zur Finanzierung der Ausgaben ist 2018 eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von € rund 568000 vorgesehen. Der Stand der allgemeinen Rücklage lag zu Jahresbeginn 2018 bei rund 1,2 Millionen Euro und wird zum 31. Dezember 2018 voraussichtlich rund 632000 Euro betragen. Eine Kreditaufnahme ist für 2018 nicht geplant, so dass der Schuldenstand zum 31. Dezember 2018 1615970 Euro (1. Januar 2018 1725970 Euro) betragen wird. Der Schuldenstand zum Jahresbeginn 2018 betrug 357 Euro pro Einwohner und wird sich zum 31. Dezember voraussichtlich auf 335 Euro verringern, informierte Buhrke. Im Landesdurchschnitt betrug die Pro-Kopf-Verschuldung im Jahr 2016 in Gemeinden mit 3000 bis 5000 Einwohnern bei rund 368 Euro.

Buhrke nannte "Muss"-Aufgaben. Die Brückensanierung muss fortgesetzt werden, dazu gib es ein Förderprogramm, die maximale Quote liegt bei 50 Prozent. Im Bereich Abwasserbeseitigung werden zwingende Investitionen erforderlich, für Druckleitung und Pumpwerk Langenbrand werden Planungskosten von 61000 Euro fällig.

8,1 Millionen Euro für Wasserversorgung

Ein weiteres Muss für 2018 ist die Sanierung der Verdolung des Grundbachs in Langenbrand. 600000 Euro in 2018 und 680000 in 2019 sind vorgesehen. Ein Aufschub dieser Maßnahme sei aufgrund des Zustands der Verdolung nicht möglich. Das Thema Sanierung der Wasserversorgung werde im Frühjahr dieses Jahres von der Verwaltung erneut vorgebracht. Ein Strukturgutachten sieht Investitionen von rund 8,1 Millionen Euro vor. Diese werden die Gemeinde noch jahrelang begleiten. Bei der Breitbandversorgung soll der durch den Landkreis geplante Ausbau beginnen. Die Gemeinde wird den innerörtlichen Ausbau finanzieren, soweit er nicht über Fördergelder gedeckt ist. Für 2019 sind 600000 Euro vorgesehen. Dies ist laut Buhrke eine unabdingbare Pflichtaufgabe für die Bürger, die sich künftig für Forbach entscheiden sollen, "eine Investition in die Zukunft".

Infrastruktur und Einrichtungen der Gemeinde seien stark sanierungsbedürftig, für die Beseitigung der dringlichsten Mängel der sind 2018 400000 Euro erforderlich. Es wäre falsch, die Pflichtaufgaben lediglich als abzuarbeitende Maßnahmen zu betrachten. Diese Investitionen in die Infrastruktur seien eine Investition in die Zukunft, um die vom Gemeinderat gesteckten Ziele erreichen zu können. "Nur durch die Schaffung eines soliden Fundaments, "als solches betrachte ich die zeitgemäße Herstellung unserer Infrastruktur, werden die Grundsteine für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde gelegt".

Sporthallenfrage 2018 klären

Für die Sanierung der Schule sind 2018 Planungskosten von 50000 Euro vorgesehen, für die Sanierung 2019 eine Million Euro. Die Sporthallenfrage soll unter Einbeziehung der ebenfalls sanierungsbedürftigen Murghalle 2018 geklärt werden. Für den Ziegenstall in Gausbach sind 170000 Euro veranschlagt, so soll die Landschaftspflege dauerhaft gesichert werden.

Zu den "Soll-Aufgaben" gehört die Erneuerung der Homepage, für die 35000 Euro eingestellt sind. Für den Tourismus soll der Ausbau des Mountainbike-Trails Gausbach und das Wegenetz Langenbrand umgesetzt werden.

Ein großes Ziel ist die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Ausweisung oder Kauf von Gewerbegebietsflächen durch die Gemeinde, so die Bürgermeisterin. "Wir sollten in 2018 nicht einseitig die großen Herausforderungen betrachten, sondern vor allem auch die Entwicklungen, die wir in diesem Jahr weiter vorantreiben werden." Es gelte, gemeinsam die Stärken der Gemeinde hervorzuheben und sich selbstbewusst zu zeigen. "Über das Ziel sollten wir uns einig sein, über den Weg dorthin können und sollten wir diskutieren."

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