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"Wirtschaftstristesse" und chaotische Bauarbeiter
23.01.2018 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Weisenbach - Über Schloss Erlen prangten am Sonntagnachmittag fünf Sterne. Die Hotelbar und das Restaurant hatten geöffnet. Die Einladung wurde dem Publikum in der voll besetzten Festhalle persönlich von Prinz Tim I. (Ackenheil) überbracht. Er erläuterte, warum und womit das Haus diese Auszeichnung verdient hat. Das Thema Sterne-Gastronomie zog sich als roter Faden durch das Programm. Zur Nachmittagssitzung hatte die Karnevalsgesellschaft Hohle Eiche eingeladen.

Die Stimmung war prächtig, dazu trug das launige Moderatorenpaar bei: Timo Ossfeld als närrischer und leicht derangierter Kölner Karl-Heinz und Tobias Großmann, der Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft. Sie schafften es vortrefflich, die einzelnen Nummern zu verbinden. Den Takt gab traditionell der Fanfarenzug Weisenbach vor.

Einen ersten attraktiven Höhepunkt bekam das Publikum von der Prinzengarde mit einem schwungvollen Marschtanz serviert, die zudem einen lautstark bejubelten Showtanz zeigte.

Auch die Jüngsten der Narrengesellschaft, die "Springmäuse", wussten mit ihren tänzerischen Qualitäten zu überzeugen, ebenso die Konfettis - sie waren als fesche Schwarzwald-Mädels unterwegs. Die Eichos zauberten südamerikanisches Flair in die Halle. "Mir halt" und die Jugendgarde ließen voller Begeisterung die Schule brennen.

"D' wirklich Junge" sind auf dem besten Weg in den Narrenolymp. Die Pagen Maxim Neichel, Moritz Mast und Luis Roth wühlten in den Koffern der illustren Gästeschar des "Schlosshotels Erle" und förderten dabei Interessantes zutage.

Alles fest im Blick hatte aus seiner Fünf-Sterne-Baum-Sauna heraus Ortsbüttel Sebastian Wörner. Ihn versetzte nicht nur der durch Weisenbach in das hintere Murgtal führende Eurospeedweg in Wallung. Das Dorfgeschehen sowie das am vorjährigen Schmutzigen Donnerstag geschlossene Rathaus wurden von ihm aufs Korn genommen.

Weihnachten verpasst? Dumm gelaufen könnte man dazu meinen. Doch für die Weisenbacher Narrenschar erwies sich das Aufeinandertreffen eines mit großem Getöse aus einem Kamin purzelnden Weihnachtsmanns (Marco Krämer) mit einem Eicho (Alessia Krieg) als Glücksfall. Sie beklagten die Weisenbacher "Wirtschaftstristesse" und das Weltgeschehen. Die kommende Fußball-Weltmeisterschaft könne man jedoch genießen - weil Jogis Jungs nicht von den Italienern (mangels Teilnahme) aus dem Turnier geschossen werden können. Als vorbeugende Maßnahme werde man den Rathausschlüssel kassieren, um am "SchmuDo" nicht vor verschlossener Rathaustür zu stehen.

Als männermordendes Sextett entpuppten sich die "Aktiven Frauen". Mit großer Schlagfertigkeit und stimmlich auf der Höhe, sangen sie ein kleines, feines Liedchen von Giftmord, Sturz ins Küchenmesser oder Bremsversagen. Für ungebremste Heiterkeit sorgten auch chaotisch agierende Bauarbeiter: Comedy, und Slapstick - gepaart mit viel Wortwitz - waren die Würze der Darbietung. Es wurden frei stehende Leitern erklommen, mit Baukübeln in die Baugrube gerutscht, ganz abgesehen von einer Karussellfahrt kopfüber im Betonmischer.

Die "Haberleros", ausgestattet mit viel Gold in der Kehle, eröffneten den zweiten Teil mit der Frage, wo denn die Narren in der diesjährigen Kampagne einen Trinken gehen sollen? Kaum von der Bühne, schwebte auch schon Rolf Großmann alias Engel Aloisius auf seiner Wolke in den Saal. Das Frohlocken ist beileibe nicht seine Sache, dass konnte man hören. Auch sei die Harfe das falsche Instrument für ihn. Er liebe nun mal die Quetsch (Akkordeon) und den Schnaps, den man ihm immer wieder aufnötige.

Und dann gibt es da ja noch "D' Junge". Sie brachten Alexa, den allwissenden Online-Suchdienst, auf die Bühne mit. Doch zu den Jamaika-Sondierungen fiel selbst Alexa nichts mehr ein. Der gelbe Bob, besetzt mit vier bekannten Politikern, wollte partout nicht in die richtige Richtung steuern. Der Staubwedeltanz der Zimmermädchen vom "Grünen Baum" zum Abschluss ist einfach köstlich zu nennen. Eine Wahnsinnsshow boten auch die Artisten, die als Football-Team auf die Bühne kamen.

Zwei Flammenwerfer, harte und heiße Rhythmen und Menschenpyramiden prägten ihren Auftritt.

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