http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Chancen für Kirchenkauf gestiegen
Der Gebetshausverein will, sofern er die Johanneskirche Bad Rotenfels kauft, den Kirchturm erhalten.  Foto: Jahn
27.01.2018 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Achim Rheinschmidt ist Optimist. Er geht davon aus, dass der Verein Gebetshaus Bad Rotenfels das Geld für den Kauf der ehemaligen evangelischen Johanneskirche aufbringen kann. Rheinschmidt ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Die evangelische Kirchengemeinde räumt dem Verein eine Option ein.

Jutta Walter, Vorsitzende der evangelischen Kirchengemeinde, teilte gestern mit: "Der Kirchengemeinderat hat beschlossen, das ehemalige Kirchengebäude mit dem Turm an den Gebetshausverein zu veräußern unter der Bedingung, dass der Verein den erforderlichen Kaufpreis (über den Stillschweigen vereinbart wurde) bis zum 3.4.2018 aufbringen kann. Sollte der Fall eintreten, dass der Kaufpreis nicht erbracht werden kann, wird der Kirchengemeinderat andere Angebote prüfen."

Mit der Entwidmung der bis dahin evangelischen Johanneskirche Bad Rotenfels am vergangenen Sonntag hatte die evangelische Kirchengemeinde in einem sehr bewegenden Gottesdienst Abschied genommen von diesem Gotteshaus. Über fünf Jahrzehnte hinweg waren vielfältige religiöse und weltliche Feste sowie musikalische Ereignisse gefeiert und erlebt worden.

"Unser Kaufinteresse ist definitiv bekundet und vorgelegt", sagte Rheinschmidt, der davon ausgeht, "dass es eine Möglichkeit gibt, zusammenzukommen." Er ist "sehr dankbar", dass die Kirchengemeinde dem Gebetshausverein den Zuschlag erteilt hat. Schon fast wie ein Politiker betonte Rheinschmidt: "Wir werden diesem Auftrag gerecht werden." Wie bereits mehrfach berichtet, will der Verein Gebetshaus Bad Rotenfels die Kirche kaufen und sie als überkonfessionelles Gebetshaus erhalten. Eines ist für Rheinschmidt, sollte der Kauf durch Verein klappen, sicher: "Wir wollen den Turm erhalten." Auch solle es an dem Turm wieder ein Ziffernblatt geben.

Zur Finanzierung muss der Verein Geld aufnehmen. Die Spendenaktion hat nach Angaben von Rheinschmidt bis jetzt etwas mehr als 50000 Euro erbracht. Er hofft, dass durch die Zusage der Kirchengemeinde weitere Spenden eingehen. Als nächster Schritt müsse ein Finanzplan erstellt und der Kirchengemeinde vorgelegt werden. Der Kredit solle in einem relativ kleinen Zeitraum abbezahlt werden, "nicht in 20 bis 30 Jahren". "Ich gehe fest davon aus, dass wir das erreichen", versprüht Rheinschmidt Optimismus. Damit bleibe den Bad Rotenfelsern die Kirche erhalten. Großes Lob hat er für Jutta Walter parat. "Hochachtung vor Frau Walter." Der Ball sei von der Kirchengemeinde zugespielt worden.

Der Gebetshausverein werde jetzt die nächsten Schritte gehen. Unter anderem wolle er schauen, ob er weitere Gelder akquirieren kann. Für entsprechende Vorgespräche wolle man sich auch an die Stadt wenden, so Rheinschmidt.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Karlsruhe
Raubüberfall auf Tankstelle in Karlsruhe

27.01.2018
Raubüberfall auf Tankstelle
Karlsruhe (red) - Ein maskierter und bewaffneter Täter hat am Freitagabend eine Tankstelle in Karlsruhe überfallen und Bargeld erbeutet. Der maskierte Mann hatte den Angestellten mit einer Pistole bedroht. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Berlin
Parlament in Wartestellung

27.01.2018
Parlament in Wartestellung
Berlin (red) - Parlament in Wartestellung: "In einem parlamentarischen Regierungssystem ist ein Parlament nicht in seinem Normalbetrieb, wenn es noch keine gewählte Regierung gibt", sagt Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU, dpa-Foto) im BT-Interview. »-Mehr
Baden-Baden
--mediatextglobal-- Wollen die mobilen Retter in Mittelbaden installieren: DRK-Chef Felix Brenneisen und die Abgeordneten Tobias Wald und Thomas Blenke besichtigen die Rettungswache. Foto: Holzmann

27.01.2018
Mobile Retter auch in Mittelbaden?
Baden-Baden (hol) - In Mittelbaden nehmen doch vielleicht bald sogenannte mobile Retter ihre Arbeit auf. CDU-Landtagsabgeordneter Tobias Wald und sein Kollege Thomas Blenke wollen sich dafür starkmachen. Gestern waren sie in der Rettungswache zu Gast (Foto: Holzmann). »-Mehr
Rastatt
--mediatextglobal-- Drastische Einschnitte: Die farbig markierten Bereiche bestehen zu 50 bis 100 Prozent aus Eschen.  Foto: Stadt Rastatt

27.01.2018
Viertel des Stadtwalds stirbt
Rastatt (dm) - Die Esche stirbt aus - und damit fast ein Viertel des Rastatter Stadtwalds. Das erfordert ein Handeln, das nicht zum Nulltarif zu haben ist. Aber: "Wir können nicht zulassen, dass unser Wald ersatzlos stirbt", so Forstchef Martin Koch im Gemeinderat (Foto: Stadt). »-Mehr
Bühl
--mediatextglobal-- ´Alter, zäher Hund´: Der 285 Jahre alte Kappler Lindenbaum muss einen kapitalen Eingriff erdulden: Das Geäst über dem zweiten Kranz wird radikal gestutzt. Foto: Eiermann

27.01.2018
Alte Linde wird kräftig gestutzt
Bühl (jo) - Die 285 Jahre alte Kappler Linde wird radikal gestutzt. Ein Baumgutachter stellte fest: "Der Baum ist hochgradig gefährlich." Es drohen große Äste und meterlange Austriebe aus dem Kranz des ausgehöhlten Stamms herauszubrechen, was die Verkehrssicherheit gefährde (Foto: jo). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Die Bundesbürger sind einer aktuellen Umfrage zufolge mehrheitlich dafür, die Sommerzeit dauerhaft einzuführen. Sie auch?

Ja.
Ich bin für die Winterzeit.
Die Zeitumstellung soll bleiben.
Ist mir egal.


www.los.de/los-rastatt/lrs/
Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen